Rast nach Berger-Ansage: "Kein Geheimnis, dass mich Formel 1 reizt"

Sven Haidinger
motorsport.com

DTM-Leader Rene Rast zeigt sich von Gerhard Bergers Ansage, die Formel 1 könnte den Audi-Piloten gut gebrauchen, angetan. "Es ist eine große Ehre, von so einem erfahrenen Formel-1-Fahrer so ein Lob zu bekommen", sagt der 32-Jährige gegenüber 'Sat.1'. "Das bedeutet mir natürlich viel."

Und Rast, der gegen Sebastian Vettel 2003 und 2004 in der Formel BMW fuhr, dann aber in den Tourenwagensport wechselte und über einem steinigen Weg zu Audi und in die DTM kam, gibt offen zu: "Natürlich würde es mich reizen, mal ein Formel-1-Auto zu fahren, das ist kein Geheimnis. Das habe ich bisher noch nicht gemacht, sonst bin ich ja eigentlich alles gefahren."

Eine Anspielung auf seine Zeit in unterschiedlichsten Markenpokalen vom VW-Polo-Cup bis zum Porsche-Supercup, im Audi-LMP1-Boliden oder als Ersatzfahrer im Formel-E-Auto.

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Rast sieht Zukunft in DTM

Dennoch würde Rast der DTM, in der er gleich im Rookie-Jahr 2017 den Titel holte und im Vorjahr Vizemeister wurde, ungern den Rücken kehren, auch wenn er mit einem Titelgewinn oder Platz zwei sogar die nötigen Superlizenzpunkte für die Formel 1 beisammen hätte: "Ich sehe meine Zukunft eher in der DTM."

Doch was hält eigentlich Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock von Bergers Aussage, die Formel 1 könnte jemanden wie Rast brauchen? "Ich glaube, da gibt es noch jede Menge andere Kandidaten", relativiert der BMW-Pilot, der von 2008 bis 2012 Formel 1 fuhr, gegenüber 'Sat.1'.

Glock: Nicht nur Rast hat Formel-1-Format

"Natürlich ist Rene momentan der Mann, den es zu schlagen gilt. Aber das haben wir schon in den vergangenen Jahren gesehen, dass es für einen Fahrer einfach lief und alles gepasst hat." Dennoch gäbe es in der DTM noch viele andere Talente, die er ähnlich stark einschätzt.

"Das geht bei Marco Wittmann los. Philipp Eng ist in diesem Jahr einer, der zeigt, dass er vorne dabei ist. Und ich habe auch das eine oder andere Formel-1-Rennen gefahren. Somit wäre ich wahrscheinlich auch noch in der Lage, bin aber wahrscheinlich schon etwas zu alt dafür", spielt er auf seine 37 Jahre an.

"Und auch Leute wie ein Mike Rockenfeller oder Loic Duval zeigen, dass sie schnell sind - auch Robin Frijns. Das sind ganz viele, nicht nur Rene Rast."

Mit Bildmaterial von LAT.

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