Nach diesem Prinzip will Flick nominieren

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Nach diesem Prinzip will Flick nominieren
Nach diesem Prinzip will Flick nominieren

Noch ist Hansi Flick kein Bundestrainer. Denn der Vertrag des Nachfolgers von Joachim Löw ist erst ab dem 1. August gültig.

Dennoch ist Flick nach seinem verdienten Urlaub bereits hochmotiviert und in voller Vorfreude auf das, was ihn auf seinem neuen Posten erwartet.

Flick will nach dem Leistungsprinzip vorgehen

Im Hintergrund ist der 56 Jahre alte Erfolgstrainer seit Monaten aktiv, hat zahlreiche Gespräche geführt und mit seinem Trainerteam bereits entschieden, nach welchen Kriterien deutsche Spieler zukünftig nominiert werden.

Nach SPORT1-Informationen will Flick seinen Kader vor allem nach dem Leistungsprinzip bestücken! Soll heißen: Einen Altersumbruch wird er nicht vollziehen. Zuletzt ausgemusterte Stars wie Julian Draxler, Julian Brandt und selbst der vereinslose Jérôme Boateng haben ihr zukünftiges DFB-Schicksal somit selbst in der Hand.

Ebenso will er keine Spieler öffentlich ausmustern, wie es Löw 2019 mit Mats Hummels, Thomas Müller und Boateng getan hat.

Flick tauschte sich mit Kuntz über Salzburg-Spieler aus

Was Flick vor allem wichtig ist: Die Nationalspieler sollen bei ihren Einsätzen im DFB-Trikot mit voller Leidenschaft, Identifikation und Stolz spielen. Sein bevorzugtes System ist das 4-2-3-1-System aus erfolgreichen Zeiten beim FC Bayern.

Löws unbeliebte Dreierkette wird der Vergangenheit angehören. Klar ist auch, dass Flick der Jugend eine Chance geben wird. Jamal Musiala hat er selbst zum Nationalspieler gemacht. Florian Wirtz gehört ohnehin die Zukunft.

Ein Spieler, über den er sich mit U21-Nationalspieler Stefan Kuntz ausgetauscht hat, ist Karim Adeyemi. Das 19 Jahre alte Stürmer-Talent steht bei RB Salzburg bis 2024 unter Vertrag. Beim 1:3 in der Gruppenphase der jüngsten Champions-League-Saison wurde er vor den Augen Flicks eingewechselt und traute sich einiges zu.

Für die deutsche U21-Auswahl lief er bisher dreimal auf. Lukas Nmecha und Ridle Baku sind ebenfalls im Blickfeld.

Teilt Flick zeitnah weitere Veränderungen mit?

Flick weiß um die hohen Erwartungen an sich und die deutsche Nationalmannschaft. Einerseits muss er die Qualifikation für die WM 2022 in Katar schaffen (21. November bis 18. Dezember).

Andererseits soll mit Beginn seiner Amtszeit der Grundstein für die Heim-EM 2024 gelegt werden. Im September wird er in den drei WM-Quali-Spielen gegen Liechtenstein, Armenien und Island erstmals als Bundestrainer an der Linie stehen.

Flick selbst soll am 10. August im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Gut möglich, dass er dann weitere Veränderungen im Trainerteam mitteilt, da der Triple-Trainer von 2020 noch einige Überraschungen parat halten soll.

Offiziell bekannt ist bislang nur, dass er seinen Wunsch-Co-Trainer Danny Röhl vom FC Bayern zum DFB lotsen konnte. Anders als bei Flick ist Röhls Vertrag bereits seit 1. Juli gültig, weshalb er zuletzt im Trainingslager von Borussia Dortmund im schweizerischen Bad Ragaz erste Erkenntnisse für das neue Flick-Team sammelte.

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