Real Madrid: James Rodriguez verliert nach Auswechslung die Nerven - Coach Zidane zeigt Verständnis

Tim Vrastil
90Min

​Bei Real Madrid läuft nach dem 4:2-Auswärtserfolg bei Aufsteiger CD Leganes, trotz der erneuten zwei Gegentore, zumindest punktemäßig alles weiter nach Plan. Dennoch sorgte James Rodriguez für Negativ-Schlagzeilen, als er nach seiner Auswechslung in der 72. Spielminute trotz seines Führungstreffers und Vorarbeit zu einem weiteren Tor wütend gegen die Wand hinter der Auswechselbank schlug. Auch sein Trainer Zinedine Zidane äußerte sich zur Reaktion des Kolumbianers und zeigte dabei Verständnis für seine Situation.

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Endlich durfte Reals Nummer 10 mal wieder von Beginn an auflaufen und zeigen, was er kann. Auch wenn es nur der Aufsteiger Leganes aus dem Vorort von Madrid war, so zeigte der WM-Torschützenkönig von 2014 doch von Beginn an, dass er auch weiterhin die Qualitäten hat, um für den spanischen Rekordmeister zu spielen. Nach nur 15 Spielminuten markierte der 25-Jährige nach sehenswerter Vorarbeit von Jungstar Marco Asensio den wichtigen 1:0-Führungstreffer und ebnete damit den Weg zu einem letztlich doch recht ungefährdeten und hochverdienten 4:2-Erfolg.

CD Leganes v Real Madrid CF - La Liga


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Wunschlos glücklich war James Rodriguez allerdings nicht. Trotz einer B-Elf, die Zidane gegen Leganes ins Rennen schickte, durfte er auch dieses Mal nicht durchspielen und wurde in der 72. Spielminute für den Spanier Isco ausgewechselt. Wütend und frustriert über seine Auswechslung schlug der Mittelfeldstar gegen die Wand hinter der Auswechselbank und ließ seinem Unmut freien Lauf. 


Im Anschluss an die Partie äußerte sich auch sein französischer Coach zu dem Vorfall und zeigte dabei Verständnis für seinen Spieler. "Ich habe nicht mit ihm gesprochen. Es ist normal, dass ein Spieler die vollen 90 Minuten durchspielen will", erklärte Zidane auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. 


Für den ehemaligen Weltfußballer auf der Trainerbank der Königlichen seien Auswechslungen ein ganz normaler Teil seiner Arbeit: "Das sind Dinge, die einfach passieren. Er hat gut gespielt und ich bin zufrieden. Ich habe nichts gegen James, ganz im Gegenteil." James bleibe demnach auch weiterhin ein wichtiger Spieler für die "Blancos", wie der 44-Jährige zudem verriet: "Es ist wahr, dass er nicht so oft auf dem Platz steht, aber er ist engagiert und arbeitet hart. Das gleiche gilt auch für Karim Benzema. Ich bin glücklich mit ihm und es ist normal, dass er verärgert ist über seine Auswechslung. Ich treffe Entscheidungen, die gut für das Team sind - ich verstehe seinen Ärger, aber er wird für uns auch weiterhin wichtig sein."


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Trotz nur 15 Einsätzen in der laufenden La-Liga-Saison, kommt der Offensivmann aus Südamerika auf starke neun direkte Torbeteiligungen (drei Tore, sechs Assists). Sein Vertrag beim spanischen Rekordmeister läuft noch bis Sommer 2020.

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