Red-Bull-Präsentation 2020: Neues Formel-1-Auto RB16 enthüllt!

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Nach Haas und Ferrari hat jetzt auch Red Bull die Hüllen fallen lassen: Vor dem Shakedown in Silverstone hat das österreichisch-britische Team erste Fotos vom neuen RB16 veröffentlicht. Und dabei gibt's keine großen Überraschungen. Rein optisch unterscheidet sich der RB16 auf den ersten Blick nicht gravierend vom Vorgängermodell RB15.

Die optische Kontinuität zieht sich bei Red Bull auch in anderen Bereichen durch das Team. Honda liefert weiterhin die Motoren (2020 bereits im zweiten Jahr), Max Verstappen und Alexander Albon bleiben die Fahrer. Und im Team-Management gab es über den Winter keine nennenswerten Veränderungen.

Der Shakedown des RB16 findet bereits am Mittwoch in Silverstone statt, und zwar in Form eines von der FIA erlaubten Drehtags im Rahmen des Reglements. Verstappen darf die ersten Kilometer mit dem Auto absolvieren.

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Sportlich ist die Zielsetzung eine ehrgeizige: "Wir wollen um die WM mitkämpfen", hat Motorsportkonsulent Helmut Marko bereits im Dezember im Interview mit 'motorsport.com' erklärt. Dazu müsse man, anders als 2019, "von Beginn an, also vom absolut ersten Rennen, wettbewerbsfähig sein".

An Motorenpartner Honda werde das seiner Meinung nach nicht scheitern: "Honda hat gute Steigerungen fürs nächste Jahr. Und nachdem bis jetzt alles erfüllt wurde, gehen wir davon aus, dass das auch passieren wird. Das heißt, wir haben keine Ausreden mehr."

Das gilt auch in Bezug auf die Fahrerbesetzung. Max Verstappen, in der Vergangenheit oft als ungeschliffener Rohdiamant bezeichnet, besitzt vor seiner sechsten Saison in der Formel 1 die nötige Erfahrung, um mit der nötigen Konstanz im WM-Kampf mitzumischen.

"Der kommt jetzt erst richtig", analysiert Gerhard Berger im Interview mit 'motorsport.com'. "Ich glaube: Alles bis jetzt war nur das Aufbauen von Erfahrung. Aber jetzt ist er komplett. Ist aggressiv, ist im besten Alter - die sind ja alle noch so brutal jung!"

"Vielleicht macht Honda dieses Jahr noch einen Schritt. Dann glaube ich ist das der Erste, der so richtig Wirbel erzeugen wird von den Jungen."

Andere Experten sehen das ähnlich: "Verstappen muss noch ein bisschen gelassener werden. In manchen Situationen fehlt ihm die nötige Ruhe. Wenn er die findet und ein gutes Auto bekommt, dann wird er sehr schwer zu schlagen sein", erklärt der viermalige Formel-1-Weltmeister im Interview mit 'Le Parisien'.

Mit Bildmaterial von Red Bull.

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