Red Bull wütet gegen Vettel und Mercedes

Ralf Bach
·Lesedauer: 3 Min.
Red Bull wütet gegen Vettel und Mercedes
Red Bull wütet gegen Vettel und Mercedes

Max Verstappen wurde in seiner entscheidenden Runde im Qualifying zum Portugal-GP behindert. Das bringt die Bosse auf die Palme

Noch sind keine drei Rennen gefahren, da laufen die Motoren schon heiß in der Formel 1. Grund ist das harte Duell zwischen Red Bull und Mercedes, das sich auch im dritten Rennen am Sonntag in Portugal/Portimao abzeichnet (Formel 1, Portugal-GP: So. ab 16.00 Uhr im LIVETICKER).

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Nach dem Qualifying vermutet man im Red-Bull-Lager sogar, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff auch seine drei Kundenteams Aston Martin, Williams und McLaren eingespannt hat, um Mercedes im Kampf gegen Red Bull zu unterstützen. So jedenfalls werden ein Funkspruch zu McLaren-Pilot Landon Norris und eine Behinderung von Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel gegen Verstappen gedeutet.

Die Details: "Max muss eine Runde fahren. Tu ihm keinen Gefallen", funkte McLaren an Lando Norris, der vor dem Niederländer auf der Strecke war. Norris hätte Verstappen anschließend leicht behindert, bevor er ihn passieren ließ.

Marko sauer auf Vettel und Mercedes

"Sehr sportlich die Mercedes-Riege", wetterte Red-Bull-Chefberater Helmut Marko bei Servus TV. Und auch Mercedes-Kunde Vettel bekam sein Fett weg. Marko: "Der Herr Vettel war natürlich beschäftigt mit dem Auto, damit er das auf der Straße hält." Fest steht für den Red-Bull-Doc: Beide Mercedes-Kunden haben Verstappen auf seiner Jagd nach der Pole Position behindert. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Verstappen, dessen erste Runde im Q3-Segment zur Pole Position gereicht hätte, aber wegen Überschreiten der Tracklimits gestrichen wurde, äußerte sich im Anschluss über seinen zweiten Versuch.

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"Ich war innerhalb einer Zehntelsekunde meiner Runde und habe dann im letzten Sektor die ganze Zeit durch den Aston Martin vor mir verloren, der sich dann auch noch in meinen Windschatten gehängt hat. Das stört dich einfach, und mit dem ohnehin geringen Grip und dem starken Wind hat mich das eine Menge gekostet. Aber es ist, wie es ist", so der Niederländer.

Red Bull benachteiligt?

In seiner Auslaufrunde hatte der Niederländer wegen Norris und Vettel lautstark geflucht, die er als rollende Straßensperre empfand: "Warum fahren diese Schwachköpfe nicht zur Seite?"

Marko, ein studierter Jurist, der normalerweise nicht zur Gruppe der Verschwörungstheoretiker gehört, glaubt nicht an Zufälle. (Die Fahrerwertung der Formel 1)

Marko zu SPORT1: "Den Funkspruch an Norris könnte man durchaus als Aufforderung verstehen, die Runde von Max zu zerstören. Es fällt mir jedenfalls schwer zu glauben, dass McLaren etwas Ähnliches an Norris gefunkt hätte, wenn Lewis Hamilton hinter ihm gewesen wäre. Und was die enge Zusammenarbeit zwischen Mercedes und Aston Martin betrifft: Die hat man ja vergangenes Jahr gesehen. Da sind doch vier Mercedes herumgefahren. Zwei davon waren pink angemalt."

Fest steht: Die Nerven im WM-Kampf sind schon jetzt schon zum Zerreißen gespannt. Der Start und die ersten Kurve beim Rennen morgen könnten deshalb zum Thriller werden.