Guardiola kämpferisch trotz Abreibung von Klopp

SPORT1, Sportinformationsdienst
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Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool auch das Spitzenspiel der Premier League gewonnen und seinem ewigen Rivalen Pep Guardiola mal wieder eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.

Liverpool entschied ein rasantes Duell mit Manchester City am Sonntag mit 3:1 (2:0) für sich und steht einsam an der Tabellenspitze: Zwölf Saisonspiele, elf Siege, keine Niederlage - und schon neun Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger City.


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Saisonübergreifend sind die Reds nun schon seit 29 Liga-Spielen ungeschlagen, Anfang Januar hatten sie zuletzt verloren, damals auswärts bei ManCity.

Die Sky Blues mit Nationalspieler Ilkay Gündogan rutschten am Wochenende sogar auf den vierten Rang ab, Leicester City und der FC Chelsea zogen mit Siegen vorbei.

"Es sind noch sieben Monate. Aber wenn Liverpool am Ende den Titel holen sollte, werde ich ihnen als erstes gratulieren und ihnen sagen, wie gut sie waren. Wir kämpfen jedoch bis zum Ende", sagte Pep Guardiola nach der Partie. 

Jürgen Klopp begeistert von beiden Teams

Jürgen Klopp zeigte sich angetan vom Tempo während der Partie: "Es war so schwer zu spielen, die Intensität des Spiels war so zu erwarten. Es hat sich alles gelohnt, wirklich toll". Darüber hinaus war der Liverpool-Coach stolz auf die Leistung seines Teams: "Die Jungs waren völlig fokussiert und konzentriert. Es war so gut."

Doch auch für Gegner ManCity hatte Klopp ein Lob übrig: "Sie waren gut. Oh, sie waren so gut und wir mussten mit allem, was wir hatten, verteidigen, aber wir haben unglaubliche Tore erzielt."

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Liverpool mit Blitzstart

Fabinho (6.) und Mohamed Salah (13.) bescherten den brutal effektiven Liverpoolern einen Blitzstart, Sadio Mane (51.) legte in der zweiten Halbzeit eines hochklassigen Topspiels nach.

Trotz zahlreicher Chancen traf nur Bernardo Silva (78.) für Manchester. Für Klopp war es im 18. Duell mit Guardiola der neunte Sieg (zwei Unentschieden).


"Im Fußball kann man nicht immer gewinnen", sagte Guardiola nach der Partie: "Ich bin so stolz darauf, dass meine Mannschaft auf diese Weise in diesem Stadion so gespielt hat."

Guardiola klagt über Schiedsrichter-Entscheidung

Vor 53.324 Zuschauern an der Anfield Road hatte der Spanier seiner Mannschaft extremes Pressing verordnet. In der Anfangsphase drückte City die Gastgeber in die eigene Hälfte, wirkte auch gleich torgefährlich - wurde aber kalt erwischt.

Gündogan klärte eine Hereingabe unzureichend, Fabinho kam zentral an den Ball und traf aus gut 20 Metern zur Führung. 

Guardiola beschwerte sich anschließend lautstark und forderte einen Elfmeter: Sekunden vor Fabinhos Treffer war Liverpools Virgil van Dijk der Ball im eigenen Strafraum an die Hand gesprungen.

"Das war ein klares Handspiel", erklärte Gündogan nach der Partie bei Sky.

"Fragen Sie die Schiedsrichter, fragen Sie nicht mich. Fragen Sie Mike Riley und die Jungs des VAR", sagte Guardiola nach der Partie angesprochen auf diese Szene: "Ich möchte über unsere Leistung sprechen, sie war so gut. Es war eine der besten Leistungen, die wir je gezeigt haben."

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City zeigte sich dennoch kaum beeindruckt und presste weiter, schon in den folgenden Minuten kam der Meister zu guten Chancen durch Raheem Sterling (9.) und Sergio Agüero (12.). Und lief anschließend in den nächsten Konter: Außenverteidiger Andrew Robertson flankte stark aus dem Halbfeld, Salah traf aus vollem Lauf per Kopf.


Liverpool führte nach der zweiten Chance mit 2:0, und City vergab weiter zahlreiche Möglichkeiten. Aguero scheiterte an Reds-Torwart Alisson, Angelino am Pfosten, zur Pause hätten auch die Gäste mindestens ein Tor verdient gehabt.

Gündogan: Phasenweise dominiert

"Nach dem zweiten Treffer wurde es natürlich schwer. Aber ich glaube trotzdem, dass wir sehr gut gespielt haben und phasenweise dominiert haben. Allerdings ist der Angriff von Liverpool immer in der Lage, etwas zu kreieren", so Gündogan. 

Nach dem Seitenwechsel bot sich sofort das gleiche Bild: Klopps Team nutzte gleich die erste Gelegenheit zum 3:0. Jordan Hendersons Flanke landete auf Manés Kopf, weil Citys Ersatztorwart Claudio Bravo den Ball unterlief. Der Chilene ersetzte Stammkeeper Ederson, der wegen muskulärer Probleme fehlte.

Bernardos Treffer sorgte noch einmal für Hektik, doch auch danach ließ City noch einige Chancen liegen. Abschließend fasste Gündogan zusammen: "Wir haben heute verloren und das gilt es, zu akzeptieren".

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