Warum Rekord-Weltmeister Jonathan Rea auf die Superpole-Statistik pfeift

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Jonathan Rea ist der einzige Fahrer, der in der Superbike-WM fünf Titel holen konnte. Mit 89 Siegen führt der Nordire auch die Statistik der Laufsiege deutlich an. Doch bei den Pole-Positions liegt Rea zurück. Ex-Teamkollege Tom Sykes holte beim WSBK-Saisonauftakt in Australien seine 50. Pole. Rea kommt bisher nur auf 23 Pole-Positions, auch wenn er zuletzt häufiger von Startplatz eins startete als in den Jahren zuvor.

"In den vergangenen Jahren wurde diese Disziplin zuerst von Troy Corser und jetzt von Tom Sykes bestimmt. Sie halten die Rekorde. Mir ist es ehrlich gesagt egal. Die Punkte gibt es im Rennen und nicht in der Superpole", stellt Rea im Gespräch mit der 'Gazzetta' klar.

Doch Rea besserte seine Superpole-Statistik im Vorjahr auf. Sieben Mal startete der Kawasaki-Pilot von der Pole-Position. Kein anderer Fahrer war in der Superpole so erfolgreich. "In den vergangenen Jahren habe ich mich in der Superpole immer besser geschlagen", erkennt Rea.

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"Wir nutzen diese Reifen nur für das Qualifying. Es ist nur eine sehr schnelle Runde. Für die Superpole benötigt man eine andere Abstimmung. Ich bevorzuge es, eine Abstimmung für ein Rennen über 22 Runden zu haben", erklärt er.

"Wenn das Motorrad aggressiv abgestimmt ist, kann man eine bessere Superpole fahren. Doch meiner Meinung nach benötigt man eine Abstimmung, bei der man auch den Treibstoffverbrauch und den Reifenverschleiß bedenkt. Man muss eine Balance finden", schildert der Rekord-Weltmeister. "Wenn wir unsere Abstimmung auf die Superpole konzentrieren würden, dann könnte ich das auch, denn die Geschwindigkeit sorgt für eine Menge Adrenalin."

Mit Bildmaterial von Kawasaki.

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