Renault: Verbleib in der Formel 1 einen Schritt näher gerückt

Stefan Ehlen
motorsport.com

"Alles deutet in eine gute Richtung", sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Dieser Satz kommt nicht von ungefähr, denn das Werksteam geht mit frischem Rückenwind in die Formel-1-Saison 2020: Wenige Tage vor der Auftaktveranstaltung in Melbourne hat Renault mit dem arabischen Logistikkonzern DB World einen neuen Titelpartner vorgestellt.

Darf daraus geschlussfolgert werden, dass Renault über 2020 hinaus in der Formel 1 engagiert bleibt? Eine klare Antwort auf diese Frage gibt Abiteboul nicht, sondern meint nur: "Ich denke, es hilft. Auf jeden Fall ist es ein Schritt in die richtige Richtung."

Renault will bekanntlich vor einer Unterschrift auf dem neuen Concorde-Agreement gewisse Rahmenbedingungen geklärt wissen. Zur Debatte stehen laut Abiteboul unter anderem eine "bessere Geldverteilung" sowie "gute finanzielle Regelungen" für die Zeit ab 2021.

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"Es gibt noch ein paar Kontroversen, die wir besprechen müssen. Es geht auch um die wirtschaftliche Situation, die nicht einfach ist", erklärt der Renault-Verantwortliche in der Formel 1. Er erkenne aber Bewegung in die "richtige Richtung", wie er betont.

Was das bedeuten kann? Alles und nichts. "Unterschrieben ist erst, wenn jemand unterschrieben hat", sagt Abiteboul selbst. Sprich: Solange keine endgültige Entscheidung über die Renault-Zukunft gefallen ist, solange gibt es maximal nur Tendenzen, aber eben keine Gewissheit.

Abiteboul: "Einfach nur anhand der Partnerschaften, die wir haben, kann ich nicht bestätigen, dass wir langfristig dabei sein werden. Diese Partnerschaften helfen nur massiv."

Sichtbar ist die neue Zusammenarbeit mit DB World vor allem im offiziellen Teamnamen von Renault, dazu auf Front- und Heckflügel der neuen R.S.20-Fahrzeuge von Daniel Ricciardo und Esteban Ocon.

Mit Bildmaterial von LAT.

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