Rennlegende Jacky Ickx: Formel E "geht Hand in Hand mit der Autoindustrie"

Markus Lüttgens
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Für Rennsport-Legende Jacky Ickx ist die Formel E aktuell deutlich besser auf die Bedürfnisse der Automobil-Hersteller ausgerichtet als die Formel 1. "Einige Hersteller haben sich für die Gegenwart entschieden, und das ist die Formel E", sagt der Belgier im Interview mit der 'Monaco Tribune'.

"Sie geht Hand in Hand mit der Entwicklung in der Automobil-Industrie", sagt der 75-Jährige über die Formel E, welche seiner Ansicht nach die Veränderungen in den Modellpaletten der Autohersteller deutlich besser widerspiegle als die Formel 1.

"Die Autoindustrie hat sich verändert, die Rolle der Sponsoren auch. Wir leben in anderen Zeiten, und die Formel 1 muss da ihren Platz erst noch finden", findet Ickx, der ein seiner Karriere acht Formel-1-Grand-Prix, sechsmal die 24 Stunden von Le Mans und einmal die Rallye Dakar gewann und damit bis heute als einer der größten Allrounder im Motorsport gilt.

Ganz konkret macht Ickx diese Entwicklung an dem Engagement der Hersteller fest. "Nehmen sie die Entscheidung von Honda, die ab Ende 2021 keine Formel-1-Motoren mehr bauen wollen. Das sind schlechte Nachrichten für die Formel 1, genau wie das aktuelle Starterfeld von nur 20 Autos", so Ickx.

In dieser Beziehung ist die Formel E, die 2021 erstmals als Weltmeisterschaft ausgetragen wird, mit 24 Startern und neun beteiligten Herstellern beim Blick auf die Zahlen deutlich besser aufgestellt.

Ob dies alleine ein Garant für dauerhaften Erfolg sei, ist für Ickx aber nicht sicher. Dieses Urteil fälle am Ende der Fan. "Letztendlich entscheidet immer der Zuschauer. Wenn man viele Zuschauer hat, geht man in die richtige Richtung", so Ickx.

Mit Bildmaterial von LAT.