Bayern-Bonus? Reus unterstellt Schiri "keine Eier"

SPORT1
·Lesedauer: 8 Min.
Bayern-Bonus? Reus unterstellt Schiri "keine Eier"
Bayern-Bonus? Reus unterstellt Schiri "keine Eier"

Der FC Bayern hat Borussia Dortmund im Topspiel der Bundesliga am Samstagabend mit 4:2 besiegt.

Der Rekordmeister bleibt damit Spitzenreiter, Borussia Dortmund steht jetzt auf Rang sechs der Tabelle. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Marco Reus unterstellt Schiedsrichter Marco Fritz, den Rekordmeister bei der Szene vor dem 3:2-Treffer von Leon Goretzka bevorteilt zu haben. Joshua Kimmich hatte Emre Can den Ball abgeluchst. (Spielplan und alle Ergebnisse der Bundesliga)

Die Stimmen bei Sky und im ZDF:

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund):

"Der Druck der Bayern wurde sehr groß. Es stand dann 2:2 zur Pause, weil wir es dann nicht mehr geschafft haben, Druck auf den Ball zu bekommen. Immer wieder sind die Flanken in unseren Sechzehner geflogen. Diagonale Bälle können wir nicht immer verhindern, aber wir haben es auch nicht geschafft, den Gegner bei der Ballkontrolle zu stören uns sind sehr viel hinterhergelaufen. Wir haben es nicht mehr geschafft für Entlastung zu sorgen und dann wurde der Druck so groß, dass wir jetzt mit leeren Händen nachhause fliegen müssen."

Über die Pausenansprache: "Wir haben nochmal versucht, die Jungs dafür zu sensibilisieren, dass wir den Druck erhöhen müssen. Das wurde in der zweiten Halbzeit auch einen Tick besser. Aber Bayern hat das auch hervorragend gemacht.

über Haaland: "Haaland hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Er hat für uns zwei Tore geschossen und ist dann rausgegangen. Er hat einen kleinen Schlag bekommen, aber das war nicht das Problem. Erling spielt jetzt seit Wochen jedes Spiel und da müssen wir ein bisschen aufpassen und ihn schützen. Wir gehen davon aus, dass es für die Champions League gegen Sevilla reicht."

über die Situation vor dem 2:3: "Für mich ist das ein klares Foul. Es gab auch den einen oder anderen Körperkontakt auf der anderen Seite, der nicht gepfiffen wurde."

Marco Reus (Borussia Dortmund):

"Wir haben gut angefangen, waren dann zu passiv und hatten nicht mehr die Pressing-Situationen. Das erste und zweite Tor kannst du locker verteidigen. Vor dem 3:2 war es ein klares Foulspiel. Wenn das bei Bayern gewesen wäre, hätte der Schiedsrichter gepfiffen. Fertig aus. Das ist einfach so. Der Schlüssel war, dass wir zu schnell die beiden ersten Gegentore bekommen haben. Wir hatten dann zu wenig Ballbesitzphasen. haben es lange eng gehalten, am Ende entscheidet so eine Kleinigkeit."

Über die Szene mit Can und Sané im ZDF: "Für mich hat der Schiri keine Eier gehabt, da zu pfeifen!"

Der CHECK24 Doppelpass mit Dieter Hoeneß, André Schubert und Live-Schalte zu Peter Knäbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Emre Can (Borussia Dortmund):

"Es war insgesamt nicht gut genug heute. Da muss man ehrlich sein. Wir haben gut angefangen und dann haben wir irgendwie nicht mehr versucht, Fußballzuspielen. Bayern hat das gut gemacht. Sie sind eine der besten Mannschaften der Welt, aber trotzdem hätten wir versuchen müssen, mutiger zu sein. Das hat heute ein bisschen gefehlt. "Wir haben mutig angefangen. Wenn man gegen Bayern aber nur zehn Minuten mutig spielt, dann wird es schwer. Das war heute einfach zu wenig. Auf dem Spielfeld hatte ich das Gefühl, dass wir uns nicht gut in den Räumen bewegt haben. Wir haben von hinten raus keinen guten Fußball gespielt. Da schließe ich mich auch ein."

Über die Halbzeitansprache von Edin Terzic...: "Der Trainer hat schon seine Lösungen gehabt, aber das haben wir nicht so umgesetzt. Bayern hat das gut gemacht. Wir wollten die Sechse finden und dann nach außen spielen, das hat nicht so gut geklappt heute. Das darf uns nicht passieren, aber jetzt müssen wir das schnell abhaken. Am Dienstag geht's schon weiter."

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Über die Situation vor dem 2:3...: "Kann er pfeifen, muss er nicht. Der Schiedsrichter hat aber generell in der zweiten Halbzeit zu viel auf Zuruf gepfiffen. Wir haben glaube ich kein Foul bekommen, das macht manchmal den Rhytmus kaputt. Man will da sein im Zweikampf und dann pfeift der Schiri für Rot. Das war heute ein bisschen zu oft, das habe ich ihm auch persönlich gesagt. Das darf dem Schiri nicht passieren. Das ist einfach nur bitter.

"Ich musste sehr schnell reagieren, der Ball kam unerwartet. Das war dann nicht geplant, sondern intuitiv. Die ganze Konstellation heute war ein bisschen besser als bei meinem ersten Tor gegen Dortmund. In der Schlussphase das entscheidende Tor zu machen, das wäre nur in vollen Stadien noch besser."

Hansi Flick (Trainer FC Bayern):

"Es ist aktuell so, dass wir in der Anfangsphase schnell bestraft werden. Ich gucke aber auf das Positive, wie die Mannschaft zurückgekommen ist. Wir haben uns geschüttelt und gezeigt, dass wir uns nichts nehmen lassen. Zum Schluss war es ein Quäntchen Glück, der Sieg war aber auch verdient. Wir hatten viele Situationen die uns Selbstvertrauen gegeben haben. Man hat gesehen, dass die Mannschaft wach ist, ich kann ein großes Kompliment aussprechen. Für Lewy ist es wichtig, dass die Mannschaft Erfolg hat. Wenn der Rekord dazukommt, dann ist es umso schöner – die Mannschaft steht aber im Fokus."

Zu Müller: "Wenn etwas gegen Thomas sprechen würde, dann würde er bei uns nicht so spielen."

Zu Boateng: "Er hat das Knie etwas verdreht, wir müssen aber auf die Diagnose warten. Wir werden das genau untersuchen und dann weitersehen."

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Leon Goretzka (FC Bayern):

"Ab dem 0:2 haben wir gezeigt, dass wir das Spiel noch unbedingt gewinnen wollen. Das war eine großartige Energieleistung hier zurückzukommen. Spätestens seit dem Anschlusstreffer haben wir zu 100 Prozent daran geglaubt, dass wir das Spiel noch gewinnen können."

Zu Thomas Müller: "Ich möchte mit Thomas immer auf Titeljagd gehen. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns und geht auch in schwierigen Situationen immer voran. Er gibt uns den Glauben solche Spiele zu drehen."

Thomas Müller (FC Bayern):

"Die Qualität ist sicherlich da und es ist auch sicherlich unsere Identität, unsere DNA, diese Aggressivität und diesen Kampfgeist weiterhin zu haben und auch an uns weiterhin zu glauben, um die Spiele drehen zu können. Aber es ist mit Sicherheit auch mühsam, es gehört nicht zu unserem Matchplan (immer hinten zu liegen). Es ist nicht toll, immer zu erleben, erst dann noch einen Tick spritziger zu sein in den Zweikämpfen und noch einen Tick galliger. Man muss auch sagen, Dortmund hat aus den ersten beiden Aktionen gleich Tore gemacht. Es ist nicht so, dass uns Dortmund von Anfang an dominiert hat aber wenn es dann gleich 2:0 steht, fühlt sich das mehr als bescheiden an."

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Über den frühen Rückstand: "Wir haben natürlich vor beiden Toren Fehlern gemacht. Das muss man sich sicherlich nochmal alles anschauen. Es geht darum, das Spiel, dass Dortmund uns angeboten hat zwischen dem 1:0 und dem 2:0, bestmöglich zu nutzen. Dortmund hat durch das 2:0 noch mehr auf dieses "Mit zwei engen Ketten an der eigenen Strafraumkante“ gespielt. Sie sind sehr weit zurückgewichen, was natürlich wenig Tiefgang möglich macht. Aber wir konnten immer wieder auf unsere zentralen Mittelfeldspieler wie Josh und Leon spielen. Wir konnten uns so ein bisschen festsetzen. Und dann brauchst du auch immer das nötige Quäntchen Glück bei den Abschlüssen, wenn dann die Flanken reinkommen, obwohl dann auch immer viele Dortmunder im Strafraum waren. Durch das 2:1 haben wir relativ zügig wieder Lunte gerochen. Die Intensität in den Zweikämpfen war gerade nach dem 2:1 von unserer Seite aus sehr gut. Das hat Dortmund dann so ein bisschen aus ihrem Konzept gebracht. Da hat man schon gemerkt, wir sind am Drücker. Auch wenn am Ende das 3:2 dann erst recht spät gefallen ist. Das nehmen wir natürlich mit und war auch sehr wichtig für uns. Das müssen wir uns auch so ein bisschen merken: Diese Art zu spielen, gallig gegen den Ball und mit aller Konsequenz."

Über die strittige Szene zwischen Sane und Can: "Wenn man ein Spiel verloren hat ist klar, dass man sich vielleicht diese Szene herauspickt. Ich glaube, dass beide mit dem Körper zum Ball gehen. Natürlich ist das auch schon mal gepfiffen worden, aber diese Partie hatte so viele intensive Zweikämpfe und ich glaube nicht, dass wir wollen, dass solche Duelle an der Mittellinie abgepfiffen werden. Dann haben wir nur noch Stop – and Go. Ich hätte es auch gegen uns nicht als Foul gesehen, das könnt ihr mir jetzt glauben oder nicht. Diese Art, Fußballspiele zu leiten, wie es heute auch Marco Fritz gemacht hat, die gefällt mir viel besser. Diese rassigen Zweikämpfe, da kommt es am Ende ja auch drauf an. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn alles gleich abgepfiffen wird."

Über mögliches Comeback in Nationalmannschaft: "Mit den Jungs auf dem Platz zu stehen, und da sind natürlich auch viele Nationalspieler dabei, da hat man schon ein gutes Gefühl. Ich habe auf jeden Fall Lust, im Sommer nach Titeln zu jagen. Was dann am Ende passiert, das werden wir sehen. Die Lust ist groß, mit den Jungs dieser Generation, mit dem Jahrgang 95, mit Jungs wie Leon Goretzka und allen weiteren, da mitzumachen."