Reus wird nicht so schmerzlich vermisst wie früher

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Sport1

Manche Dinge ändern sich nicht. Hat beispielsweise Marco Reus eine Muskelverletzung, darf beim Schätzen der Ausfallzeit etwas höher gegriffen werden als üblicherweise.

Was sich allerdings längst geändert hat: Fehlt der Kapitän, bricht bei Borussia Dortmund keine Panik mehr aus - derart herausragend ist inzwischen die schwarzgelbe Offensive besetzt.


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Zeitpunkt der Rückkehr von Reus ungewiss

Dennoch: Marco Reus und seine Verletzungen, das bleibt ein Mysterium. "Es ist kein Muskelfaserriss, bei dem man sagen kann, es dauert drei Wochen", hat der Nationalspieler selbst gesagt. Das ist mehr als zwei Wochen her. Vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach (2:1) konnte Trainer Lucien Favre auch keine Auskunft geben. Da war die Verletzung vom 4. Februar bereits vier Wochen alt.

"Wir können nicht genau sagen, wann er wieder auf dem Platz stehen wird", sagte Favre, Reus habe bereits zwei Tage "in der Halle trainiert". Wie und in welchem Umfang: offen. Frühestens nach der Länderspielpause Ende März ist angeblich mit einer Rückkehr zu rechnen. 

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Prompt brodelt selbstverständlich die Gerüchteküche auf hoher Stufe. Die Bild spekuliert schon mit einem möglichen Aus für die Europameisterschaft im Sommer - der Kicker widerspricht. Ende Mai wird Bundestrainer Joachim Löw seine Mannschaft ins Trainingslager rufen, Ende Juni wird der endgültige Kader nominiert. 

Bis dahin muss Reus den Nachweis voller Leistungsfähigkeit erbracht haben. "Er muss topfit sein, wenn er zurückkommt, damit er sich nicht wieder verletzt", sagte Favre. Es wäre nicht das erste Mal.

Dortmunds Offensive funktioniert auch ohne Reus

Für den BVB ist die gute Nachricht, dass die Offensive auch ohne ihren Anführer die nötigen Tore erspielt. Allein Jadon Sancho steht bei 29 Toren oder Torvorlagen in der laufenden Bundesliga-Saison, Erling Haaland kam und traf, wie er will. 

Thorgan Hazard hat in Reus' Abwesenheit hinter den Spitzen gespielt, Julian Brandt ebenso. In sechs Spielen (vor dem Spiel am Dienstagabend bei Paris St. Germain) seit der Verletzung seines Kapitäns erzielte der BVB 15 Tore, alle Spiele gewann er. "Die Jungs machen es gut", lobte der Rekonvaleszent.


Von Reus selbst ist hingegen auf dem Trainingsplatz wie auch in den Sozialen Netzwerken wenig zu sehen. Allerdings nutzte er seine Zwangspause, um sich gesellschaftlich eindeutig zu positionieren: "Kein Tor, kein Sieg, kein Titel im Fußball bedeutet mir so viel wie eine offene und friedliche Gesellschaft", sagte er t-online.de

Das war eine Wohltat. Auf die Siege allerdings wird er noch etwas warten müssen. "Ich habe mir für die Rückkehr kein spezielles Spiel ausgesucht", sagte er, "für mich ist wichtig, dass ich komplett gesund werde und keine Schmerzen mehr verspüre." Dass er nicht mehr ganz so arg vermisst wird wie früher, lindert den Druck.

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