Revierderby wird zum Geisterspiel

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Das 178. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am Samstag wird zum Geisterspiel (Bundesliga: Borussia Dortmund - Schalke 04, Sa. 15.30 Uhr im SPORT1-LIVETICKER).

Diese Entscheidung teilte die Stadt Dortmund am Dienstagmittag mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus offiziell mit.


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Auch Dortmunds Rückspiel im Champions League-Achtelfinale gegen Paris St.-Germain war zuvor bereits wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus zum Geisterspiel erklärt worden.

Der BVB hat damit zwei Geisterspiele binnen vier Tagen.

Ebenso findet das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln, das wegen des Sturmtiefs Sabine bereits auf den 11. März verlegt wurde, ohne Zuschauer statt. 

Die Nachholpartie ist damit das erste Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga.

Das gab die Stadt Mönchengladbach am Dienstag bekannt. Man setze damit einen für Dienstag vom Land Nordrhein-Westfalen angekündigten Erlass des Landesgesundheitsministeriums um, teilte die Stadt mit.

Auch die Begegnung von Werder Bremen und Bayer Leverkusen am kommenden Montag wird - wenn überhaupt - dann ohne Kulisse stattfinden: "Man kann Geisterspiele durchführen", sagte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Dienstag. "Aber man kann sicher sein, dass am Montag keine Zuschauer im Stadion sein werden." Er sprach sich deutlich dafür aus, die nächsten Spieltage komplett abzusagen. 

Auch Rheinderby ohne Fans

"Wir bedauern es sehr, dass es zu dieser Entwicklung gekommen ist, folgen aber selbstverständlich den Vorgaben des Landes, das sich diese Entscheidung sicher nicht leicht gemacht hat", ließ Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in einer Pressemitteilung zum Rheinderby verlauten. Zudem werden wohl die Spiele zwischen Düsseldorf und Paderborn am Freitag sowie Köln gegen Mainz am Samstag und zwei Zweitligaspiele ohne Fans stattfinden.


In Gladbach war am vergangenen Samstag das Westduell zwischen Gladbach und Borussia Dortmund (1:2) noch ohne größere Einschränkung ausgetragen worden.

Zu dieser Entscheidung bekannte sich die Stadt Mönchengladbach am Dienstag: "Vor diesem Spiel gab es weder eine klare Empfehlung von Bundesseite noch klare Vorgaben durch das Land. Die Mediziner, mit denen wir uns intensiv beraten haben, hielten es für verantwortbar, das Spiel nicht zu untersagen", wird Reiners zitiert. (zum Corona-Ticker: Alles Infos zur aktuellen Situation für den Sport).

Saisonabbruch keine Option

Die DFL hatte am Montag ein weiteres Mal darauf hingewiesen, dass eine Aussetzung oder ein Abbruch der Meisterschaft nicht infrage komme (zum Corona-Ticker: Alles Infos zur aktuellen Situation für den Sport).

"Die laufende Saison 2019/20 muss wie vorgesehen bis zum Sommer 2020 zu Ende gespielt werden, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln", hatte die Liga mitgeteilt: "Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Saison Planungssicherheit, zum Beispiel auch mit Blick auf Spielerverträge, die nur für eine Liga Gültigkeit haben."


Spahn rät zu Absagen

Nachdem am Sonntagnachmittag bereits Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet erklärt hatte, der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn folgen zu wollen, wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abzusagen, wurde am gleichen Abend NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in der ARD-Talkshow Anne Will noch deutlicher - und kündigte an, dass die Fans im Stadion bei der Partie zwischen Dortmund und den Königsblauen außen vor bleiben werden.

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"Wir werden die Empfehlung, die der Bundesgesundheitsminister gemacht hat, in NRW umsetzen. Und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar", sagte der 62-Jährige am Sonntagabend in der Talksendung. "Ich bin auch froh, dass er diese Empfehlung gemacht hat, weil ich finde, wir brauchen in dieser Frage ein Vorgehen, das gleich in Deutschland ist."

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