"Tut mir leid": So erklärt Fognini seinen Ausraster

SPORT1
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Beim Italien-Duell zwischen Fabio Fognini und Salvatore Caruso ist es zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. (Australian Open 2021 von 8. bis 21. Februar im LIVETICKER)

Fast vier Stunden dauerte der Kampf der beiden Tennis-Stars um den Einzug in die dritte Runde bei den Australian Open. Am Ende setzte sich Fognini in einem Fünf-Satz-Krimi im Tiebreak durch, aber selbst nach Spielende bekämpften sich die Spieler noch weiter und lieferten sich ein hitziges Wortgefecht.

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Der Grund: Schon beim Handshake am Netz bezeichnete Fognini seinen Kontrahenten als Glückspilz, was Caruso sauer aufstieß.

Offizieller muss Fognini und Caruso trennen

"Du hast verdammtes Glück gehabt, du solltest dich entschuldigen, ich habe dich bis jetzt nicht respektlos behandelt", sagte Fognini. Der unglückliche Verlierer des Matches erwiderte daraufhin: "Ich habe im ganzen Match nicht ein Wort gesagt. Es reicht jetzt."

Doch so schnell wollte Fognini das Thema nicht beenden und nannte Caruso immer wieder einen Glückspilz, der wiederum zurückschoss: "Ich habe dich nicht angegriffen. Das ist nicht die Art, sich zu verhalten, weil ich kein einziges Wort gesagt habe. Das habe ich nicht von dir erwartet."

Ein Offizieller war schließlich gezwungen einzugreifen, als Fognini und Caruso weiter aufeinander losgingen, bevor letzterer schließlich kopfschüttelnd den Platz verließ. (Australian Open: Spielplan und Ergebnisse)

Fognini bat mittlerweile seinen Kontrahenten um Entschuldigung. "Sich für freundschaftliche Duelle zu motivieren, ist nicht leicht", schrieb er auf Instagram. "Es tut mir leid, wie es geendet hat. Glückwunsch an dich, Salvo, und dein Team. Ihr hattet zuletzt bemerkenswerte Jahre."

Damit bezog er sich auf den Aufstieg von Caruso, der zuletzt den Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste geschafft hat.

Fognini verscherzt es sich auch mit Murray

Dass Fognini sich auf dem Platz daneben benimmt, ist aber nicht das erste Mal gewesen.

2017 wurde er wegen schwerer Beleidigung der Stuhlschiedsrichterin Louise Engzelle von den US Open ausgeschlossen. Auf der anderen Seite des Courts stand mit Stefano Travaglia übrigens auch damals schon ein Landsmann Fogninis.

Doch auch gegen Andy Murray zwei Jahre zeigte der Italeiner seine unangenehme Seite. In Shanghai gab er während der Ballwechsel deutlich vernehmbare Geräusche von sich, die Murray in seiner Konzentraton störten und der Schotte als zutiefst unfair empfand.