Ringseis will Bundesliga-Fluch besiegen

Katharina Hosser, Daniel Höhr, Stefan Junold
Sport1

Österreich, Deutschland, Finnland, Deutschland, Finnland und wieder Deutschland: Der Karriereweg von Florian Ringseis ist alles andere als gewöhnlich.

Fast im Jahresrhythmus hat der österreichische Volleyball-Nationalspieler nicht nur den Verein, sondern sogar das Land gewechselt, in dem er aktiv war.

Seit 2018 spielt der Libero bei den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching. Und mit dem deutsch-österreichischen Verein, der die letzten beiden Bundesliga-Saisons jeweils als Dritter abgeschlossen hat, verfolgt er große Ziele. (Volleyball-Bundesliga: United Volleys Frankfurt - Hypo Tirol Alpenvolleys Haching am Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

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Ringseis ewiger Dritter?

Ringseis will den deutschen Meistertitel holen. Darin bestand auch der Reiz, nach zwei Intermezzi in Finnland wieder in die deutsche Topliga zurückzukehren.

"Die Bundesliga ist eine starke Liga, die von Jahr zu Jahr stärker wird. Der Reiz ist daher immer da. Gewonnen habe ich sie auch noch nicht. Ich spreche da selbst schon bisschen von einem Fluch", erklärt der 27-Jährige seine Motivation im SPORT1-Volleytalk.

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In sechs Spielzeiten in Deutschland sprang für ihn fünf Mal Platz drei raus, "da sind also noch Ziele offen, die mich immer wieder zurückziehen", ergänzte Ringseis.

Alpenvolleys mit ambitionierten Zielen

Wollen die Alpenvolleys in dieser Saison das Finale erreichen - Ringseis will das "unbedingt" - müssen sie sich allerdings noch steigern. Aktuell belegen sie Rang fünf. Vier Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.

"Wenn wir etwas mehr Konstanz in unser Spiel bringen können – aktuell sind wir noch etwas schwankend – dann können wir vorne mithalten", konstatiert Ringseis, der in seinem Team als Spaßvogel gilt.


Die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching sind kein gewöhnlicher Verein. Die deutsch-österreichische Kooperation ist auf drei Jahre ausgelegt. Die Heimspiele werden teils in Innsbruck, teils in Unterhaching ausgetragen.

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Heimspiele in zwei Hallen

"Von den Spielen her sind es zwei gleichwertige Spielstätten. Wir sind das einzige Team, das wirklich zwei Heimhallen hat. Das ist eh schon was Besonderes. Dazu haben wir aber auch zwei tolle Fangruppen. Natürlich schauen in Innsbruck eher die Österreicher zu, in Haching sind es hauptsächlich die deutschen Fans", schildert Ringseis die ungewöhnliche Situation.

Am Saisonende läuft das Projekt erst einmal aus. Dann wird ausgewertet und entschieden, wie es weiter geht. Ringseis und die anderen Spieler beschäftigen sich damit nur sekundär und wollen sich auf das Sportliche konzentrieren, betont er.

Denn die Ambitionen sind groß.

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