Robert Kubica: Wegen Williams-Jahr 2019 nicht mehr F1-Fahrer

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 3 Min.

Ein WM-Punkt aus 21 Rennen und nur Niederlagen im Qualifying-Duell gegen Teamkollege George Russell: So lautet die Bilanz des Formel-1-Comebacks von Robert Kubica bei Williams in der Motorsport-Saison 2019. Und Kubica selbst glaubt: "Das hatte Konsequenzen", nämlich für seine weitere Karriere in der Formel 1.

Bei vielen Beobachtern sei im vergangenen Jahr schlicht hängengeblieben, Kubica sei "nicht schnell", so erklärt der polnische Rennfahrer bei 'Sky Italia'. "Wenn es anders gelaufen wäre, dann würden wir jetzt wahrscheinlich nicht miteinander sprechen. Ich wäre stattdessen auf der Strecke."

Doch was genau hätte anders laufen müssen bei Williams, darüber schweigt sich Kubica aus. Er verweist lediglich auf seine Tätigkeit als Simulator- und Ersatzfahrer bei Alfa Romeo und meint: "Ich will nicht ins Detail gehen, aber ich habe in diesem Jahr gezeigt, dass ich fahren kann, wenn die Umstände passen. Dann liege ich nicht weit hinter den anderen zurück."

Kubica überzeugt Teamchef Vasseur

Tatsächlich belegte Kubica bei seinem Freitagseinsatz in Bahrain im ersten Freien Training den 13 Platz unter 20 Fahrern und war dabei mehr als ein Zehntel schneller unterwegs als Alfa-Stammfahrer Antonio Giovinazzi im Schwesterauto. Auf Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel fehlte Kubica wiederum ebenfalls nur eine Zehntelsekunde.

Für Kubica sind solche Resultate der Beweis, dass 2019 nicht alles sagt über ihn und sein Fahrvermögen. "Ich könnte jetzt bestimmte Situationen vom vergangenen Jahr nennen, aber sagen wir einfach, es war sehr schwierig. Andererseits gibt es dann solche Tage, an denen ich zeigen kann, dass ich schnell bin", sagt er.

Robert Kubica, Alfa Romeo

Robert Kubica, Alfa Romeo <span class="copyright">Glenn Dunbar / Motorsport Images</span>
Robert Kubica, Alfa Romeo Glenn Dunbar / Motorsport Images

Glenn Dunbar / Motorsport Images

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39<span class="copyright">Zak Mauger / Motorsport Images</span>
Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39Zak Mauger / Motorsport Images

Zak Mauger / Motorsport Images

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39<span class="copyright">Andy Hone / Motorsport Images</span>
Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39Andy Hone / Motorsport Images

Andy Hone / Motorsport Images

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39

Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39<span class="copyright">Zak Mauger / Motorsport Images</span>
Robert Kubica, Alfa Romeo Racing C39Zak Mauger / Motorsport Images

Zak Mauger / Motorsport Images

Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur jedenfalls lässt Kubica Anerkennung erfahren und lobt den Polen ausdrücklich für dessen Einsatz in Bahrain: "Er hat sehr gute Arbeit geleistet."

Zukunftsplanung noch nicht abgeschlossen

"Jeder weiß: Robert kann eine Situation sehr gut technisch analysieren. Er war auch dieses Mal sehr gut. Seine Pace war beeindruckend", sagt Vasseur. Der Teamchef stellt Kubica deshalb weitere Fahrten im aktuellen Auto in Aussicht, "zumindest beim Test nach Abu Dhabi" und vielleicht auch noch einen weiteren Freitagseinsatz.

Begründung: "Für das Team sind die Zusammenarbeit mit Robert und sein Beitrag auf technischer Seite sehr wichtig. Wir schätzen es sehr, ihn bei uns zu haben."

Ob Kubica aber über 2020 hinaus für Alfa Romeo tätig sein wird? Das ist noch offen, weil Kubica selbst noch unschlüssig ist, wie es weitergeht.

Er sagt: "Erst einmal will ich sehen, was ich als Rennfahrer machen kann. Und dann will ich schauen, ob es möglich ist, das mit meiner aktuellen Rolle zu kombinieren." Im Raum steht ein Engagement in der japanischen Super-GT, sofern Kubica dort ein Cockpit finden würde. Fixiert ist derzeit aber noch nichts. Übersicht: Alle noch freien Plätze in der Formel 1 2021!

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.