Whistleblower kritisiert CAS-Urteil: "Unsinnig und ungerecht"

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Whistleblower Grigori Rodtschenkow hat das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS im Doping-Skandal um Russland scharf kritisiert. Die Entscheidung des CAS, das "Baby zu teilen", sei "unsinnig" und "ungerecht", teilte Rodtschenkow mit.

Trotz klarer Beweise für Korruption, Dopingbetrug und Behinderung der Justiz habe sich der CAS als "unwillig und unfähig" erwiesen, "auf die systematische und langjährige Kriminalität Russlands angemessen zu reagieren", meinte Rodtschenkow, der als früherer Leiter des Moskauer Dopingkontrolllabors die Doping-Praktiken Russlands Machenschaften während der Olympischen Winterspiele 2014 enthüllt hatte.

Der CAS hatte am Donnerstag beschlossen, dass Russland für zwei Jahre vom Weltsport ausgeschlossen wird und als Nation nicht an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2021 (Sommer) und Peking 2022 (Winter) teilnehmen darf.

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Der Gerichtshof halbierte damit die am 9. Dezember 2019 durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verhängten Sanktionen.