Roglic-Chef nach Sturz in Sorge: "Müssen hoffen"

Roglic-Chef nach Sturz in Sorge: "Müssen hoffen"
Roglic-Chef nach Sturz in Sorge: "Müssen hoffen"

Sprinter Pascal Ackermann (Kandel) hat in einem dramatischen Finale den ersten deutschen Etappensieg bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt knapp verpasst.

Während der slowenische Vuelta-Seriensieger Primoz Roglic (Jumbo-Visma) im Schlusssprint stürzte, musste sich der 28-Jährige vom UAE Team Emirates am Dienstag nur dem ehemaligen Weltmeister Mads Pedersen (Trek-Segafredo) geschlagen geben. Der Däne feierte seinen zweiten Tagessieg. (SERVICE: Alle Ergebnisse der Vuelta 2022)

Auf den letzten drei Kilometern der 189,4 km langen 16. Etappe von Sanlucar de Barrameda nach Tomares hatten sich die Ereignisse überschlagen: Nach einem Antritt von Roglic an der kurzen Steigung vor dem Ziel war der belgische Gesamtführende Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) mit einer Panne zurückgefallen. Auf den letzten Metern des Schlusssprints einer fünfköpfigen Gruppe um Ackermann und Pedersen kam anschließend Roglic zu Fall - blutüberströmt musste er im Zielbereich versorgt werden. Ob Roglic am Mittwoch zum 17. Teilabschnitt antreten kann, ist offen. (NEWS: Alles zur Vuelta)

Dessen Sportdirektor Addy Engels gab nun ein erstes Statement zum Zustand seines Superstars ab. „Er ist verletzt, so viel ist klar. Wir müssen hoffen, dass der Schaden nicht zu groß ist und dass er seinen Kampf fortsetzen kann“, erklärte der 45-Jährige.

Jumbo-Visma-Sportdirektor hadert mit Roglic-Unfall

Im Gesamtklassement führt Evenepoel, der als erster Belgier seit 45 Jahren die Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt für sich entscheiden möchte, mit 1:26 Minuten vor Roglic. Die Panne des 22-Jährigen war innerhalb der letzten drei Kilometer erfolgt, Evenepoels Rückstand auf Roglic wurde im Ziel mit acht Sekunden beziffert.

„Im Nachhinein bleibt kein gutes Gefühl. Primoz hat zwar Zeit gutgemacht, aber hat das mit einem schweren Sturz bezahlt. Die acht Sekunden sind die Verletzungen an seinem Körper natürlich nicht wert“, haderte Engels mit dem Tag.

Dritter ist der spanische Lokalmatador Enric Mas (Movistar/2:01). (SERVICE: Gesamtwertung der Vuelta 2022)

Die 17. Etappe am Mittwoch bietet Ausreißern große Chancen auf einen Tagessieg. Der hügelige Parcours führt das Peloton über 162,3 km von Aracena nach Monasterio de Tentudia.

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mit Sport Informationsdienst SID