Romain Grosjean: Wechsel in die IndyCar-Serie jetzt doch ein Thema

Juliane Ziegengeist
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Nachdem Haas die Trennung von seinem Fahrerduo zum Ende der aktuellen Formel-1-Saison bekanntgegeben hat, wägen Kevin Magnussen und Romain Grosjean ihre Zukunftsoptionen ab. Während Magnussen bereits öffentlich Interesse an einem Wechsel in die IndyCar-Serie sprach, zieht Grosjean nun nach.

"Es ist eine Option", bestätigt der Franzose. Bisher hatte er sich eher zögerlich geäußert, weil er kein Fan von Ovalkursen sei. Doch da der Rennkalender für das nächste Jahr nur vier Ovalrennen vorsieht, hat die Serie auch für Grosjean an Attraktivität gewonnen.

Der 34-Jährige verrät, dass er bereits Gespräche mit IndyCar-Teams aufgenommen habe: "Ja, ich habe mir IndyCar angesehen. Ich hatte einige Kontakte und einige gute. Und ich bedauere irgendwie, dass ich nicht früher im Kalender nachgesehen habe. Aber es ist noch nicht vorbei. Und es ist etwas, das ich in Betracht ziehen würde."

Grosjean: "Kein gutes Jahr, den Sport zu verlassen"

In dem Zusammenhang gibt Grosjean auch zu, in den vergangenen zwei Wochen nicht wirklich gut geschlafen zu haben. "Es ist ein hartes Jahr für die Welt, für die Wirtschaft", sagt der scheidende Formel-1-Pilot. "Es ist also kein gutes Jahr, um aus dem Vertrag und aus dem Sport, in dem man sich befindet, herauszugehen."

In der IndyCar-Serie haben mehrere Team für das kommende Jahr noch Plätze frei, darunter Carpenter, Carlin und Foyt. Grosjean gibt nicht preis, mit welchen Teams er in Kontakt steht, verrät aber, dass er sich Rat von Ex-Kollege Marcus Ericsson geholt hat.

"Natürlich ist es eine große Veränderung im Leben, aber ich habe mit Marcus Ericsson über seine Zeit dort gesprochen, und es hat ihm wirklich gefallen. Er sagt, es ist anders, aber die Fahrer spielen eine große Rolle im Auto, haben großen Einfluss." Ericsson, von 2014 bis 2018 Formel-1-Pilot, trat danach in der IndyCar-Serie an.

Bietet IndyCar-Serie endlich wieder Siegchancen?

Grosjean weiß: "Es gibt Teams, die besser sind als andere, aber jeder hat die Chance, das Rennen zu gewinnen. Und an einem Tag wie in Imola, an dem ich denke, dass Kevin und ich verdammt gute Runden gefahren sind, liegen wir auf den Plätzen 16 und 17."

"Das ist schwer zu schlucken", gibt der Haas-Fahrer zu, "und wahrscheinlich will ich jetzt Rennen gewinnen und eine Chance haben, Rennen zu gewinnen, bei denen ich Spaß haben kann. IndyCar steht also auf der Speisekarte." Die beste Platzierung in seiner wohl letzten Formel-1-Saison war bisher ein neunter Platz in der Eifel.

Da Grosjean nächstes Jahr mit ziemlicher Sicherheit kein Cockpit in der Königsklasse finden wird, ist seine andere Hauptoption neben IndyCar der Umstieg auf Sportwagen. Er hat bereits sein Interesse bekundet, Teil des Hypercar-Projekts von Peugeot zu werden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.