Ronaldo: "Ich wollte Inter nie verlassen"

Brasiliens Legende Ronaldo wollte Inter eigentlich nie verlassen. Das schlechte Verhältnis zu Trainer Cuper habe ihm aber keine Wahl gelassen.
Brasiliens Legende Ronaldo wollte Inter eigentlich nie verlassen. Das schlechte Verhältnis zu Trainer Cuper habe ihm aber keine Wahl gelassen.

Der ehemalige brasilianische Nationalstürmer Ronaldo hat verraten, dass sein spektakulärer Wechsel von Inter Mailand zu Real Madrid im Jahr 2002 nicht geplant war. "Ich wollte Inter nie verlassen. Ich fühlte mich zuhause und dachte, ich würde immer dort bleiben", sagte er in einem Videointerview während des Festival dello Sport im italienischen Trentino.

Das angespannte Verhältnis zu Trainer Hector Cuper sei dann aber ausschlaggebend für sein Streben nach einem Abgang gewesen. "Meine Beziehung zu Cuper ließ nichts anderes mehr zu. Er behandelte mich überhaupt nicht gut", erklärte der zweimalige Weltmeister. "Ich war überzeugt, Massimo Moratti (Inters damaliger Präsident, Anm. d. Red.) würde ihn feuern. Als er Cuper stattdessen stärkte, war das eine böse Überraschung. Weil ich zu stolz war, ging ich."

2002: Inter verspielte Scudetto im letzten Spieltag

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Zuvor hatte Inter mit einer 2:4-Niederlage bei Lazio Rom am letzten Spieltag die Meisterschaft in der Serie A noch verspielt: "Ich weiss nicht, ob der Titel etwas geändert hätte", so Ronaldo.

So wechselte der dreifache Weltfußballer für 45 Millionen Euro Ablöse nach Madrid. Über seinen Abschied aus Mailand sagte er: "Die Stadt, die mich geliebt hatte, hasste mich nun. Ich brauchte Polizeischutz. Es war hart. Ich bewundere Moratti, er war wie ein Vater für mich. Wir sind uns einig, dass wir beide einen Fehler gemacht haben."

Ronaldo hatte zum Zeitpunkt seines Wechsel zu Real bereits mehrere schwere Knieverletzungen erlitten, die ihn im Laufe seiner Karriere immer mehr behindern sollten. Nach fünf Jahren in der spanischen Hauptstadt kehrte er nach Mailand zurück - allerdings zum großen Inter-Rivalen Milan.

Heute hat der 43-Jährige seine erfolgreiche Karriere längst beendet und ist Besitzer und Präsident des spanischen Erstligisten Real Valladolid.

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