Rosberg über Hamilton-Duelle: Gibt viele Dinge, die ihr noch gar nicht wisst ...

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Nachdem Lewis Hamilton 2013 von McLaren ins Mercedes-Werksteam wechselte, bestimmte das Duell zwischen dem Briten und seinem Teamkollegen Nico Rosberg ab 2014 die Schlagzeilen der Formel 1. Zweimal wurde Hamilton in den folgenden Jahren Weltmeister im Silberpfeil, 2016 hatte Rosberg die Nase vorne - und trat anschließend zurück.

Nico Rosberg und Lewis Hamilton (Bild: Getty Images)
Nico Rosberg und Lewis Hamilton (Bild: Getty Images)

Auf der Strecke endete damit die Rivalität der beiden, doch über die Medien flogen auch in den folgenden Jahren immer wieder kleine verbale Pfeile hin und her. In einem scheinen sich die beiden Champions zumindest einig zu sein: In den gemeinsamen Mercedes-Jahren sind einige spannende Dinge passiert, die auch Jahre später noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.

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"2013 war es noch ziemlich locker, weil wir da noch nicht um Siege gekämpft haben. Wir waren beste Freunde", erinnert sich Rosberg in der Interviewreihe 'F1 Unscripted' zurück und erklärt: "Aber sobald man um Siege und Meisterschaften kämpft, steht so viel auf dem Spiel. Es geht um deinen Traum! Beide von uns haben davon geträumt, mit Mercedes Weltmeister zu werden."

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"Das ist so eine große Sache. Und dann fängst du an, Kompromisse einzugehen. Davon war auch die Freundschaft betroffen", so Rosberg, der berichtet: "Es waren Kleinigkeiten, die sich immer weiter aufgebaut haben. Es war hart. In Bahrain [2014] ging es zum ersten Mal los. Es gibt noch immer so viele Geschichten, die niemand erzählt hat - selbst von diesem Bahrain-Wochenende."

Beim dritten Saisonrennen 2014 in Bahrain gab es das erste harte Duell zwischen Hamilton und Rosberg um einen Rennsieg - damals noch ohne Kollision. Doch das sollte nicht so bleiben. Bis zu Rosbergs Rücktritt crashten die beiden später auch mehrfach. "Im Rad-an-Rad-Duell ist er phänomenal! Es ist unglaublich, wie clever er sein Auto positioniert", erinnert sich Rosberg zurück.

"Wenn ich dagegenhalten wollte, dann hat er es immer geschafft, in einer Grauzone zu bleiben. Aber ich rutschte dann schnell in den verbotenen Bereich. Ihm ist das nicht passiert, es war nie zu 100 Prozent sein Fehler. Diese Rad-an-Rad-Kämpfe waren eine sehr großen Stärken", so Rosberg, der für die besagten Unfälle meistens die Verantwortung übernehmen musste.

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Während die Zusammenstöße für die ganze Welt sichtbar waren, gab es hinter den Kulissen offenbar andere Situation, die der Öffentlichkeit bis heute unbekannt sind. "Hinter den Kulissen war so viel los, auch so viele politische Dinge und Diskussionen. Es war mental eine große Herausforderung", berichtet Rosberg. Details nennt er allerdings - zu diesem Zeitpunkt - nicht.

"In zehn, 20 oder 30 Jahren werden wir vielleicht über diese Geschichten sprechen", so Rosberg. Ähnlich äußerte sich Hamilton bereits Ende 2016, als er neugierigen Journalisten sagte, sie sollen sich in zehn Jahren sein Buch kaufen. Ob und wann einer der beiden tatsächlich "auspacken" wird, bleibt aber weiterhin abzuwarten.

Mit Bildmaterial von LAT.

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