Rossi zu Hause statt auf der Strecke: So erlebte er die MotoGP in Aragon

Juliane Ziegengeist
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Valentino Rossi verpasste das erste MotoGP-Rennen in Aragon aufgrund einer Corona-Infektion und wird auch bei der zweiten Runde am kommenden Wochenende fehlen, da er sich mindestens zehn Tage isolieren muss. Den Grand Prix verfolgte der "Doctor" aus der Quarantäne in Tavullia live vor dem Fernseher mit.

"Es war schon ein schwieriger Moment", gibt der 41-Jährige im Gespräch mit 'Sky Sport Italia' zu. "Dieser Grand Prix kam nach drei Nullern." Denn in den vergangenen drei Rennen fiel Rossi jeweils gestürzt aus. In Aragon wollte er es besser machen.

Doch nachdem sich der Yamaha-Pilot am vergangenen Donnerstag schlecht fühlte und daraufhin positiv getestet wurde, war daran nicht mehr zu denken. "Es ist wirklich schlimm und traurig, zu Hause zu bleiben und diesen Grand Prix zu verfolgen", bekräftigt Rossi. "Aber an diesem Wochenende wäre ich nicht in der Lage gewesen, zu fahren."

Rossi: Nächstes Wochenende wird noch härter

Zu krank fühlte sich der Italiener zuletzt, klagte über Fieber und Gliederschmerzen. "Jetzt geht es mir gut im Vergleich zu vor zwei Tagen. Ich bin immer noch ein wenig schwach, aber ich habe kein Fieber mehr", gab er ein Sonntag von Gesundheitsupdate.

"Tatsächlich war ich anderthalb Tage lang krank. Jetzt ist es schon besser. Sich ohne Kopfschmerzen bewegen zu können, ist etwas anderes." Deshalb mutmaßt Rossi, dass es ihm umso schwerer fallen werde, auch am nächsten Rennwochenende zu fehlen: "Dann geht es mir zwar wieder gut, aber ich werde nicht zurückkehren können."

Was ihn am vergangenen Wochenende besonders schmerzte, war wiederum das Moto2-Rennen. Denn dort schieden mit Halbbruder Luca Marini und dessen Teamkollege Marco Bezzecchi gleich beide VR46-Fahrer aus - Bezzecchi sogar in Führung liegend.

Nach Aragon 1: "Die Hondas sind gefährlich"

"Ich war sprachlos", gibt Rossi zu. "Ich dachte, Bezzecchi würde gewinnen. Er hatte ein unglaubliches Rennen absolviert. Ich wollte es nicht glauben." Auch in der Moto3 lief es suboptimal: Andrea Migno stürzte, Celestino Vietti wurde Neunter. Und in der MotoGP ging mit Francesco Bagnaia ein weiterer Akademie-Fahrer zu Boden.

Immerhin: Franco Morbidelli, Rossi-Zögling und dessen künftiger Teamkollege 2021, kam als Sechster ins Ziel. Insgesamt hatte sich Yamaha nach den starken Trainings aber mehr versprochen: Maverick Vinales belegte Platz vier, Fabio Quartararo ging wegen eines Problems mit dem Vorderreifen komplett unter.

Dafür trumpfte Suzuki auf: Alex Rins holte den ersten Saisonsieg, Joan Mir stand als Dritter auf dem Podest und übernahm die WM-Führung. "Wir haben es immer mit Suzuki zu tun. Mir hat sehr gut verstanden, dass er die WM gewinnen kann", sagt Rossi.

Und auch die Steigerung bei Honda ist ihm nicht entgangen: "Honda scheint mir sehr viel besser geworden zu sein. Die Fahrer haben weniger Probleme und sind schnell. Präzise Bewegung in der Beschleunigung, und in Aragon ist das nicht einfach. Sie sind in guter Form, haben die Stabilität am Vorderrad verbessert und sind gefährlich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.