Rummenigge stellt klar: Über Ancelotti wird nicht diskutiert

SID
Rummenigge stellt klar: Über Ancelotti wird nicht diskutiert

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat sich angesichts der aufkommenden Kritik an Trainer Carlo Ancelotti zu dem Italiener bekannt. "Carlo ist ein sehr guter und erfahrener Trainer. Seine Vertragslaufzeit ist bekannt, und darüber wird nicht diskutiert", sagte er der Bild-Zeitung. Ancelottis Vertrag läuft bis 2019. 
Rummenigge ergänzte: "Man darf auch nicht vergessen: Vor zwei Wochen standen wir noch mit Note 1+ da! Und es sind Dinge passiert, die man nicht beeinflussen kann: Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen, und manchmal hat auch das nötige Glück gefehlt." Ancelotti äußerte sich am Freitag ähnlich zum Ausscheiden in der Champions League, die vielen kleinen Details, über die er immer wieder gesprochen habe, hätten eine Rolle gespielt. 
Dagegen betonte er, dass er für das Ausscheiden im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund die Verantwortung übernehme. "Das ist die Kritik, die ich akzeptieren kann", betonte er. Kein Verständnis hat er für die Kritik an seinem angeblich zu wenig anspruchsvollen Training, die Präsident Uli Hoeneß und Spieler intern geäußert haben sollen. "Ich glaube, die Spieler sind glücklich mit den Trainingseinheiten, und wenn sie ihnen nicht gefallen, werde ich auch nichts ändern. Das ist meine Philosophie, das ist mein Stil, so werde ich weitermachen."
Die Vermutung, dass der FC Bayern jetzt für teure Stars sein Festgeldkonto plündern werde, wies Rummenigge zurück. "Wir werden das machen, was nötig ist. Aber wir werden keine verrückten Dinge veranstalten, wir werden uns auch von der Öffentlichkeit nicht in etwas hineinjagen lassen. Das wird es mit uns nicht geben", sagte er.
Rummenigge berichtete, er habe in der Nacht nach dem Halbfinal-Aus gegen Borussia Dortmund am vergangenen Mittwoch (2:3) "keine Minute geschlafen". Panikreaktionen werde es jetzt aber nicht geben, stattdessen mahnte er "Ruhe und Rationalität" an. "Wir werden jetzt die Saison seriös zu Ende spielen, danach alles genau analysieren - dann wird man weitersehen", sagte er.
Der 61-Jährige wehrte sich zudem gegen Kommentare, wonach der Klub den großen Wurf gegen den BVB oder Real Madrid in der Champions League auch wegen des Fehlens eines Typs wie Matthias Sammer verpasst habe. "Wir sind nicht ausgeschieden, weil wir keinen Sportdirektor haben. Sportkompentenz ist hier mehr als ausreichend vorhanden", sagte er. Die Position solle zwar besetzt werden, "Schnellschüsse bringen jedoch auch hier nichts".







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