Russland klagt nach Biathlon-WM gegen Sanktionen - IBU erkennt "die Logik" nicht

SID
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Russland klagt nach Biathlon-WM gegen Sanktionen - IBU erkennt "die Logik" nicht
Russland klagt nach Biathlon-WM gegen Sanktionen - IBU erkennt "die Logik" nicht

Nach dem Abschluss der Biathlon-WM in Pokljuka will der russische Verband RBU gegen die dort umgesetzten Doping-Sanktionen sportrechtlich vorgehen - und sorgt damit für einige Verwunderung beim Weltverband IBU. Wie das Fachportal insidethegames berichtet, hat die RBU in dieser Sache den Internationalen Sportgerichtshof CAS eingeschaltet.

IBU-Generalsekretär Niklas Carlsson habe dies bestätigt. "Ich erkenne die Logik dahinter nicht", sagte der Schwede, "ich kann das nur als politisches Statement auf nationaler Ebene sehen, ich bin aber nicht sicher, was sie erreichen wollen."

Bei den Titelkämpfen in Slowenien setzte die IBU Sanktionen um, welche der CAS mit Blick auf das staatlich organisierte und vertuschte Dopingprogramm Russlands festgelegt hatte: Bis Dezember 2022 dürfen russische Athleten sportartenübergreifend bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften nur als neutrale Teilnehmer antreten.

Im Biathlon bedeutete dies nun konkret: Die Sportler trugen eine einfarbige Version des Verbandslogos, die Flagge wurde nicht gezeigt, auch die Nationalhymne nicht gespielt. Allerdings waren die Anzüge der Russen in Weiß, Blau und Rot gehalten, den Farben der Flagge.

Die RBU sieht diese Maßnahmen als "übertrieben" an, sie gingen über die Vorgaben des CAS-Urteils hinaus. Dem widerspricht Carlsson: "Wir haben uns das Urteil detailliert angeschaut und uns rechtlichen Rat geholt. Ich verstehe nicht, warum die RBU das nach der WM infrage stellt. Es wird nichts ändern."

Laut RBU soll verhindert werden, dass dieselben Regeln auch bei künftigen Biathlon-Weltmeisterschaften Anwendung finden. Die WM in Pokljuka war allerdings die erste und einzige im Zeitraum bis Dezember 2022 - abgesehen von den kleineren und weit weniger bedeutenden Sommertitelkämpfen 2021 und 2022.