Südkoreas Präsident sagt Olympia-Besuch ab

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Südkoreas Präsident sagt Olympia-Besuch ab
Südkoreas Präsident sagt Olympia-Besuch ab

Südkorea Staatspräsident Moon Jae In sieht aufgrund von diplomatischen Spannungen mit Japan von einer Reise zu den Olympischen Spielen ab. Dies teilte das Blaue Haus, die Residenz des Staatsoberhauptes, am Montag mit. Ursprünglich war für die Spiele das erste Treffen von Moon mit dem japanischen Premierminister Yoshihide Suga geplant, um sich nach Jahren der Abgrenzung wieder näherzukommen.

Doch zuletzt erschütterte ein Eklat um Hirohisa Soma, stellvertretender japanischer Botschafter in Südkorea, das Verhältnis der Nachbarstaaten. Laut Medienberichten soll der Diplomat Südkoreas Präsident Moon in Bezug auf das geplante Treffen mit Suga vorgeworfen haben, "sich selbst zu befriedigen".

Seoul hatte Soma daraufhin vorgeladen, auch Japans Botschafter Koichi Aiboshi rügte seinen Stellvertreter für die "höchst unangemessenen" Kommentare. Ein Beamter des Blauen Hauses sagte am Montag, die Bemerkungen seien "schwer zu tolerieren". Obwohl Seoul und Tokio "bedeutungsvolle Diskussionen" über die historischen Fragen hätten, wurde der Fortschritt als "noch unzureichend" erachtet, heißt es in der Erklärung weiter.

Am Samstag war die südkoreanische Delegation im Olympischen Dorf vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aufgefordert worden, die anti-japanischen Banner an ihren Unterkünften wieder abzunehmen. Auf den Transparenten stand der Slogan: "Ich habe immer noch die Unterstützung von 50 Millionen Koreanern." Dieser bezieht sich auf die Zeit der japanischen Invasion auf der koreanischen Halbinsel in den Jahren 1592 bis 1598.

Südkorea und Japan sind zwar wichtige Verbündete der USA im ostasiatischen Raum, pflegen jedoch nach wie vor ein angespanntes Verhältnis untereinander. Aktuell geht es dabei um den Anspruch Japans auf die Liancourt-Felsen im Japanischen Meer, die Südkorea zu seinem Territorium zählt.

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