Süle: Bayern wurde hochgejubelt

BVB-Profi Niklas Süle hat über die schwierige erste Saisonhälfte von Borussia Dortmund gesprochen und dabei auch einen Vergleich zu seinem Ex-Klub FC Bayern gezogen.

So sei die fehlende Konstanz sowie die unerklärlichen Leistungseinbrüche gegen schwächere Teams im ersten Halbjahr nicht nur ein reines Dortmund-Problem gewesen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Das war auch bei den Bayern so. Nach den ersten fünf Spielen wurden sie hochgejubelt, dann hatten auch sie eine kleine Schwächephase“, sagte Süle der Welt am Sonntag.

BVB-Profi Süle: „Das müssen wir uns ankreiden“

Umso mehr ärgert den 27-Jährigen, dass der BVB „diese Phase nicht nutzen konnte. Das müssen wir uns ankreiden. Und da hilft es auch nicht, wenn wir uns immer wieder sagen, dass wir Qualität haben.“

Eines steht für Süle jedenfalls fest: „Es hat leider zu viele Spiele gegeben, in denen es uns nicht gelungen ist, unseren Plan durchzuziehen. Es hat uns viele Punkte gekostet, dass wir unsere Leistung nur 50 oder 70 Minuten, aber eben nicht 90 Minuten plus Nachspielzeit durchgezogen haben.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dass der BVB fünf Plätze und neun Punkte hinter den Münchnern steht, überrascht Süle. Doch der Nationalspieler betont auch: „Allerdings haben wir auch erst 15 Spiele absolviert und hatten in der Hinrunde echt viele Themen: Erkrankungen, Verletzungen, außerdem sind wir mitten in einem Umbruch.“

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Süle: Beispiel FC Bayern macht BVB Hoffnung

Dennoch sei für die Dortmunder noch alles drin: „Falls wir die zwei noch ausstehenden Hinrundenspiele gewinnen sollten, wären wir wieder vorn mit dabei.“

Ausgerechnet sein Ex-Klub Bayern macht ihm zudem Hoffnung, dass selbst im Titelkampf noch nicht alles verloren ist: „Ich kann mich noch gut erinnern, dass der BVB einmal neun Punkte vor den Bayern stand und am Ende doch die Bayern Meister geworden sind.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Allerdings ist der deutsche Rekordmeister im vergangenen Jahrzehnt nicht dafür bekannt gewesen, Vorsprünge in der Meisterschaft noch aus der Hand zu geben.

Süle: Diskussionen während der WM „ungerecht“

Süle kritisierte zudem den Umgang mit der Nationalmannschaft während der WM in Katar. „Ich fand es ungerecht, dass diese Erwartungshaltungen auch noch während der WM an uns herangetragen worden sind“, sagte Süle und bezog sich damit beispielsweise auf die Diskussionen um das Thema Menschenrechte, das während der WM im Fokus stand.

Dass wenig über Fußball gesprochen wurde, hat Süle gestört. Fußballprofis seien mit ihrem Beruf „gesegnet. Da kann man auch mal ein Zeichen setzen - vor einem Turnier. Aber während einer WM gibt es auch eine Erwartungshaltung an uns Spieler.“ Um diese Erwartungshaltung zu erfüllen, „wäre es notwendig gewesen, sich auch intensiv mit Fußball auseinanderzusetzen“, so der 27-Jährige.

Generell sieht der ehemalige Bayern-Profi ein Engagement von Spielern für Themen wie Menschenrechte positiv: „Ich bin der Meinung, dass ein Fußballer seine Bekanntheit und Reichweite nutzen sollte, um auf Missstände aufmerksam zu machen“, sagte er. Das sei „richtig und wichtig“, wenn es aber „um ein Fußballturnier geht, dann sollte es - irgendwann - auch mal um Fußball gehen“.

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