Das sagt Lahm zur Lage beim FC Bayern

Sportinformationsdienst, SPORT1
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Philipp Lahm sieht seinen Ex-Klub Bayern München angesichts des Rückzugs von Uli Hoeneß vor dem Aufbruch in ein neues Zeitalter.

"Der Verein wird sich wieder neu und anders finden müssen. Die Themen werden dabei sicher auch andere werden. Man wird anders an sie herangehen als noch mit Uli Hoeneß, der den FC Bayern wie ein Familienunternehmen geführt hat", sagte der Weltmeister-Kapitän von 2014 der Abendzeitung: "Es wird eine große Ära zu Ende gehen, aber auch eine neue starten."


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FC Bayern stellt die Weichen für die Zukunft

Der scheidende Präsident Hoeneß hatte am Montag seine letzte Aufsichtsratssitzung geleitet.

Dabei war beschlossen worden, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum 1. Juli 2020 zum Sportvorstand aufsteigen wird. Vorstandschef der Münchner ist Karl-Heinz Rummenigge, dessen Vertrag bis 31. Dezember 2021 läuft. Rummenigge wird dann von Oliver Kahn abgelöst.

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"Es hat den FC Bayern immer ausgezeichnet, dass Leute kommen, die aus dem Fußballgeschäft sind und sich im Fußball auskennen", sagte Lahm. "Oliver Kahn hat alles erlebt im Fußball, auf absolutem Spitzenniveau. Es ist wichtig, den Spielern da auf Augenhöhe begegnen zu können."

Lahm: Bayern braucht Müller

Den FC Bayern sieht Lahm sportlich noch immer vor der nationalen Konkurrenz. Mahnte aber auch an, dass gerade auf der Trainerposition Kontinuität großen Erfolg verspricht. Daher müssen es sich die Bayern genau überlegen, "wer Trainer wird, wer für diese Situation der Richtige ist", so der ehemalige DFB-Kapitän. 

Ein offenes Bekenntnis zu Interimstrainer Hansi Flick gab Lahm nicht ab, fand dennoch lobende Worte für den Ex-Nationalelf-Coach: "Ich habe sehr an ihm geschätzt, dass er immer offen war, sich auch andere Meinungen anzuhören. Er war ein Typ, der mit den Spielern auskommt."


Eine klarere Meinung hatte der 36-Jährige zu einem möglichen Abschied von Thomas Müller: "Ich glaube nicht, dass der FC Bayern ihm die Freigabe erteilen würde. Wenn man an das "Mia san mia" glaubt und es lebt, dann braucht man solche Identifikationsfiguren wie Thomas Müller."

Der Offensivmann sei durch und durch ein Bayern-Spieler, der gerade in der aktuellen Situation "ungemein wichtig für den Verein und die Fans" sei. Daher sei für Lahm ein Müller-Abschied "undenkbar".

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