Sahin: "Ich will den Anschlag nicht verdrängen"

Nuri Sahin lässt das schreckliche Ereignis am 11. April noch einmal Revue passieren und schreibt über die schlimmsten Minuten seines Lebens.

Mittelfeldspieler Nuri Sahin hat seine ganz eigene Vorgehensweise, um mit den Folgen des Sprengstoffanschlags auf die Profis des Bundesligisten Borussia Dortmund in der vergangenen Woche umzugehen. "Ich will den Anschlag nicht verdrängen. Ich packe das in eine Schublade. Und diese Schublade kann ich öffnen, aber auch schließen. Was passiert ist, das gehört jetzt zu mir und zu meinem Leben", sagte der 28-Jährigen dem Magazin stern .

Der türkische Nationalspieler lobt die Betreuung durch den Klub und den Zusammenhalt der BVB-Mannschaft. "Wir haben das ja in einer Gruppe erlebt. Und es gibt auch Hilfe vom Verein", sagte Sahin, "am Freitag hat im Trainingszentrum ein Psychologe zu uns gesprochen. Aber letztlich, klar, muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich habe meinen inzwischen festgelegt." 

Wer nicht dabei gewesen war, der könne nicht nachvollziehen, "wie man sich fühlt", so Sahin. Er erlebe das auch, "wenn ich mit meiner Frau spreche oder mit meiner Mama. Bis zu einem bestimmten Punkt können sie mir folgen und sich einfühlen, danach nicht mehr. Das geht bei uns in der Mannschaft ganz vielen so", sagte der ehemalige Profi von Real Madrid.

Die Spieler "sprechen deshalb viel untereinander. Ich will nicht sagen, dass wir unsere eigenen Therapeuten sind, aber das hilft uns, das tut uns gut", betonte>

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