Saisonabbruch in Belgien offiziell: Meister steht fest

Sportinformationsdienst
Sport1

Die erste belgische Fußball-Liga hat eine wochenlange Hängepartie beendet und als dritte große Meisterschaft Europas ihre Saison abgebrochen. Das teilte die Pro League am Freitagabend mit.


Seit Anfang April war diese Entscheidung viermal vertagt worden. Die Generalversammlung der Liga stimmte nun für die Wertung der Tabelle nach dem 29. Spieltag als Endklassement, damit holt der Club Brügge zum 16. Mal die belgische Meisterschaft.

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Brügge für Gruppenphase der Champions League qualifiziert

Brügge erhält auch das Recht, in der Gruppenphase der Champions League zu starten, Verfolger KAA Gent darf an der Qualifikationsrunde zur Königsklasse teilnehmen. Waasland-Beveren steigt als Tabellenletzter in die zweitklassige Division 1B ab.

Die Aufstiegsfrage muss dagegen noch geklärt werden: Im Play-off zwischen Beerschot VA und OH Leuven steht noch das Rückspiel aus (Hinspiel: 1:0), dieses soll nach Möglichkeit vor dem Start der Saison 2020/21 ausgetragen werden.

Die kommende Spielzeit soll bereits am 7. August beginnen. Ebenfalls vom Abbruch betroffen sind die Erstligaklubs der deutschen Trainer Hannes Wolf (KRC Genk/Tabellensiebter) und Bernd Hollerbach (Royal Excel Mouscron/10.).


Zuvor waren bereits die Ligen in den Niederlanden und Frankreich wegen der Coronakrise abgebrochen worden. Auch Zypern erklärte am Freitag seine Saison für beendet.

Belgien untersagt Sportwettkämpfe bis zum 31. Juli

Die Pro League hatte schon am 2. April als erste große Liga in Europa den Saisonabbruch verkündet. Zu diesem Zeitpunkt war regulär noch ein Spieltag angesetzt, danach sollten die Play-offs starten.

Auf Druck der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vertagten die Belgier jedoch die Entscheidung. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte gewarnt, im Falle eines vorschnellen Abbruchs sei die Teilnahme belgischer Klubs am Europapokal 2020/2021 in Gefahr. 

Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs schien zuletzt jedoch schon unmöglich, da die belgische Regierung die Aussetzung aller Sportwettkämpfe bis zum 31. Juli angeordnet hat. Massenveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten. Unter den Klubs soll es stets eine große Mehrheit für den Abbruch gegeben haben.

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