Nagelsmanns Kniff mit Sané

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Nagelsmanns Kniff mit Sané
Nagelsmanns Kniff mit Sané

Gibt ihm dieses Spiel den erhofften Auftrieb?

Leroy Sané gelang beim 12:0-Erfolg gegen Fünftligist Bremer SV nicht alles. Dem 25 Jahre alten Flügelspieler war jedoch deutlich anzumerken, dass er sich von den Pfiffen beim Heimspiel gegen Köln nicht unterkriegen lassen will. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)

Julian Nagelsmann stellte Sané in die Startelf. Er startete etwas zaghaft, setzte zwei Torschüsse am Tor vorbei und einen weit drüber, woraufhin dann doch vereinzelt Pfiffe und negative Rufe zu hören waren - allerdings eher vom neutralen Publikum und nicht aus der Bayern-Kurve.

Das 1:0 und 4:0 durch Eric-Maxim Choupo Moting bereitete Sané jedoch mustergültig vor und war ansonsten immer anspielbereit - was auch mit einem taktischen Kniff zusammenhing.

“Wir haben ihn heute links spielen lassen. Auf Rechts hat er oft die Situation, dass er den Ball in den Fuß will und dann mit dem Rücken zum Tor spielen muss - da hat er nicht seine größte Qualität”, erklärte Nagelsmann bei SPORT1. Auf der linken Seite habe Sané “ein bisschen mehr Tiefe, das Spiel oft vor sich, da fällt es ihm leichter”.

Nagelsmann mit Sané zufrieden

In der zweiten Hälfte belohnte sich der Flügelflitzer für seine gute Leistung dann auch mit einem eigenen Treffer und erntete auch dafür ein Lob seines Trainers.

“Seine Bewegung vor dem Tor war sehr gut. Ein paar Leute pfeifen wieder, aber der Großteil hat applaudiert. Ihm ist nicht alles geglückt, aber er war sehr engagiert, und das finde ich sehr, sehr wertvoll”, lobte Nagelsmann: “Man wirft ihm ja manchmal vor, dass er so wirkt, als wäre er nicht engagiert, aber er war extrem engagiert.”

Die ganz große Show ging von Sané allerdings nicht aus. Dafür zauberte erneut Jamal Musiala, der sich mit einem Dreierpack fürs Erste in die Startelf katapultiert haben dürfte. Was wiederum für Sané die Bank bedeutet, da Serge Gnabry gegen Köln mit einem Doppelpack geglänzt hatte.

Der in Bremen eingewechselte Gnabry und Musiala werden vorerst die besten Karten haben, um am kommenden Samstag gegen Hertha BSC zu starten.

Des Rückhalts des Vereins kann sich Sané jedoch sicher sein.

Salihamidzic mit erneutem Appell an die Fans

Zu den Pfiffen der eigenen Fans im Spiel gegen Köln sagte Hasan Salihamidzic vor Anpfiff bei SPORT1: “Das darf natürlich nicht passieren. Da erwarten wir von unseren Zuschauern, dass sie hinter unseren Spielern stehen. Natürlich kriegt jeder mal auf die Schnauze, wenn man schlecht spielt. Aber während des Spiels muss unsere Mannschaft natürlich unterstützt werden.”

Man werde “jetzt natürlich sehr viel mit Leroy sprechen und versuchen, ihn in Topform zu bringen. Wenn er seine Qualitäten auf den Platz bringt, dann hilft er uns.” (NEWS: Alle aktuellen Infos zum DFB-Pokal)

So wie in der 65. Minute, als sich Sané nach einer Flanke ein Herz fasste, den Ball kontrollierte und im langen Eck zum 8:0 versenkte. Als hätte Nagelsmann nur darauf gewartet, ihm diesen Erfolgsmoment zu schenken, rief er postwendend Taylor Booth an die Seitenlinie und brachte ihn eine Minute später für Sané.

Nagelsmann erklärt Sané-Auswechslung

“Ich habe ihn rausgenommen, weil wir ihn für Samstag brauchen. Wir haben für die Außenbahnen derzeit nur drei Spieler zur Verfügung”, erklärte Nagelsmann und betonte: “Wir brauchen ihn für die Bundesliga in voller Frische, von daher war es keine Auswechslung aufgrund der Leistung.”

Und so wurde Sanés Abgang von der Bayern-Kurve diesmal auch nicht hämisch bejubelt, sondern aufbauend. Einige widmeten Sané sogar Standing Ovations.

Unterstützung, die Sané zu schätzen weiß: Noch am Mittwochabend postete der Nationalspieler ein Foto von einem aufbauenden Fan-Banner im Bremer Stadion bei Instagram und kommentierte es mit einer Geste des Dankes.

Mit starken Leistungen kann er sich diese Unterstützung zukünftig auch in der Allianz Arena erkämpfen.

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