Darum kann Sandhausen den HSV erneut überraschen

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Darum kann Sandhausen den HSV erneut überraschen
Darum kann Sandhausen den HSV erneut überraschen

Letztlich stellt sich ja zum Samstags-Topspiel der 2. Liga (ab 19.30 Uhr live im TV auf SPORT1) für HSV-Fans nur die eine Frage: „Wie hoch werden wir die schlagen?“ Das ist der simple gedankliche Mechanismus, wenn ein so großer Traditionsverein wie der Hamburger SV auf den vermeintlich kleinen SV Sandhausen trifft, dessen Name eben schon einen klaren Sieg suggeriert.

Die 1,8-Millionen-Metropole Hamburg präsentiert sich mit ihrem ortsansässigen HSV in einem der größten und schönsten Stadien Deutschlands gegen den Fußballclub aus der 15.000-Seelen-Gemeinde aus dem Rhein-Neckar-Kreis. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

85.000 Vereinsmitglieder schmücken den HSV, das sind ca. 85 Mal so viele, wie der SV Sandhausen vorweisen kann. Sandhausen ist niedlich und wohl nicht weiter ernst zu nehmen.

Sandhausen stellte dem HSV zuletzt zweimal ein Bein

Und genau das macht es für den scheinbaren Favoriten so richtig schwer. Das oben beschriebene Ungleichgewicht setzt sich als Anspruch in die Köpfe und wird zum Stressfaktor für Fans und Spieler.

Gegen Sandhausen darfst Du nicht schwächeln, sonst wird es schnell unruhig und schwierig. Und eben das macht den Gegner richtig stark, wie gerade die vergangenen zwei Spielzeiten in diesem Duell bewiesen haben. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Das kleine, niedliche Sandhausen hat nämlich dem großen, traditionsreichen HSV zuletzt zwei Mal kräftig in die Aufstiegssuppe gespuckt. Mit diesem Wissen gehen die Kurpfälzer am Samstag mit einem innerlichen Grinsen in das Duell gegen den mehrfachen Deutschen Meister, in diesem tollen Stadion vor bester Kulisse.

Es ist für den namentlichen Außenseiter die beste Bühne für ein weiteres Kapitel, den vermeintlich großen HSV zu zanken, weil er nur genießen muss und nichts zu verlieren hat. Das macht mental die Beine ziemlich leicht.

HSV-Demütigung im eigenen Stadion

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Sandhausen den HSV in seinem eigenen Stadion dramatisch vorgeführt und mit einem 5:1 Auswärtssieg den Hamburgern am letzten Spieltag den Sprung auf den Relegationsplatz versaut.

Heidenheim verlor zeitgleich in Bielefeld und dem HSV hätte ein Punkt für den dritten Platz gereicht, aber Dieter Hecking landete durch diese üble Heimniederlage mit Hamburg am Ende doch nur auf Rang vier, verpasste das Saisonziel und durfte sich verabschieden.

Viele HSV-Fans werden mit dem Glauben ins Saisonfinale gegangen sein, die Ausgangssituation sei bestens, denn man selber habe ja Heimrecht gegen Sandhausen und damit sei der Sieg sicher. Und ich verstehe sie. Wenn Du als HSV gegen Sandhausen spielst, denkst Du halt „das wird ein Dreier“.

Sandhausen vermiest dem HSV zum zweiten Mal den Aufstieg

Und gar nicht lange her, nämlich gerade mal gute vier Monate, da haben die Sandhäuser dem HSV wieder übel mitgespielt. Im April verlor der HSV in Sandhausen mit 1:2 und verpasste abermals den Sprung auf Platz 3. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Ein Schaden, den die Hamburger auch mit Horst Hrubesch nicht mehr aufarbeiten konnten und bekanntlich klappte es wieder nicht mit dem Aufstieg. Und so sollten und werden die Hamburger gewarnt sein, dass am Samstag ein Gegner kommt, der, egal wie er klingt, mehr als ernst zu nehmen ist.

Alle im Norden reden schon über das große Derby zwischen Werder und dem HSV, das wir nächsten Samstag dann auch ab 19:30 Uhr live im TV auf SPORT1 als Top-Spiel übertragen werden. Da treffen sich ja dann die großen Ex-Meister auf traditioneller Augenhöhe. Aber vorher kommt eben noch Sandhausen nach Hamburg. Natürlich haben die HSV-Fans diese schmerzhaften Niederlagen gegen die Süddeutschen im Hinterkopf.

Aber trotzdem glaube ich, dass die Mehrzahl der HSV-Fans Wucht und Name des eigenen Vereines so sehr in sich tragen, dass ihre Grundhaltung auch für Samstag klar ist: „Wie hoch werden wir die schlagen?“.

Und genau diesem Druck muss sich der HSV ab der ersten Spielminute stellen und den Anspruch erfüllen. Wird schwer.







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