Sauer auf Toni Elias? Was Valentino Rossi ihm bis heute wirklich nachträgt

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

2006 in Estoril: Toni Elias feiert seinen ersten und einzigen Sieg in der Königsklasse mit 0,002 Sekunden Vorsprung auf Valentino Rossi, der dadurch nur einen Rennen später die Chance auf seinen sechsten WM-Titel verpasst. "Er wird mir nie verzeihen", mutmaßte Elias erst kürzlich in einem Interview über den bittersüßen Triumph.

"Als ich Valentino in Austin getroffen habe, wo ich ihn jedes Jahr sehe, konnte ich spüren, dass er es immer noch in seinem Herzen trägt", erzählte der ehemalige MotoGP-Pilot, der heute in der MotoAmerica antritt. Darauf angesprochen, ob er wegen Estoril noch immer auf Elias wütend sei, widerspricht Rossi allerdings.

In Gespräch mit MotoGP-Kommentator Matt Birt hält der Yamaha-Fahrer fest: "Wenn ich Toni treffe, weil wir uns manchmal in Amerika sehe, wo er jetzt Rennen fährt, ist das für mich nur positiv. Denn wir hatten ein gutes Verhältnis." Doch es gibt eine Sache, die Rossi bis heute wurmt, und das ist nicht die Estoril-Niederlage.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

"Wie ich zu ihm schon sagte: Ich bin ihm nicht böse, dass er mich in Portugal geschlagen hat, sondern eher dafür, dass er mich in der ersten Kurve in Jerez zu Fall gebracht hat. Jerez war das erste Rennen in dieser Saison (2006; Anm. d. R.) und er räumte mich in der ersten Kurve ab", erinnert sich der Italiener an den Sturz.

Während Rossi das Rennen von hinten wieder aufnahm und am Ende 14. wurde, kam Elias als Vierter glimpflich davon. "Vielleicht haben diese Punkte dazu geführt, dass ich die Meisterschaft verloren habe", grübelt Rossi. Sein späterer Titelrivale Nicky Hayden - in Jerez Dritter - gewann die WM am Ende mit fünf Punkten mehr.

Mit Bildmaterial von Camel Media.

Lesen Sie auch