"Schülerfußball": Wie Haaland die BVB-Probleme übertüncht

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Quasi im Alleingang hat BVB-Neuzugang Erling Haaland den BVB beim FC Augsburg gerettet. 


Ohne die Top-Leistung des 19 Jahre alten Norwegers, der einen Dreierpack bei seinem Bundesliga-Debüt erzielte, offenbarte der BVB vor allem defensiv große Schwächen. 

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Reif vergleicht BVB-Auftritt mit "Schüler-Fußball"

"So kannst du nicht spielen, mit solchen Problemen wirst du nicht Meister. Dortmund verliert in Mittelfeld so viele Bälle, und wenn der BVB mit Mats Hummels dann so hoch steht", rügte Ex-Profi Jan Aage Fjortoft im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 den Dortmunder Auftritt.

SPORT1-Experte Marcel Reif pflichtete Fjortoft bei und sagte: "Lukasz Piszczek hatte Tempo-Probleme, auch Hummels sah beim Gegentor nicht gut aus – und mit Verlaub: Es war nur Augsburg." Reif verglich den Dortmunder Auftritt mit "Schülerfußball". 

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Besonders Manuel Akanji nahm Reif in die Pflicht: "Ich kenne Akanji noch aus Basel – wenn der einen Herbergsvater dabei hat, der ihn führt - so wie Hummels zum Beispiel - , dann hat er international sehr hohes Format. Aber irgendwann musst du dieses Potenzial eben auch mal rausholen."


Für SPORT1-Experte Stefan Effenberg sind die Dortmunder Defensivprobleme weiter gefasst. "Es können sich nicht die vorderen ausruhen, und nur die hinteren vier machen was. Alle müssen verteidigen", forderte Effenberg und ergänzte: "Das Trainerteam muss das umsetzen."

Schlussendlich übertünchte Haalands Traumdebüt aber die Dortmunder Probleme und erlebte bei seinem neuen Klub einen Einstand nach Maß. "Dieser Junge verblüfft einen immer wieder", sagte Ex-Profi Fjortoft über seinen Landsmann. Ex-Nationalspieler Effenberg lobte Haaland für seine "bemerkenswerte Körpersprache", als er eingewechselt wurde. 

"Deswegen ist Haaland nach Dortmund gegangen"

Der 19-Jährige entschied sich trotz zahlreicher Angebote von europäischen Topklubs für einen Wechsel nach Dortmund. Haaland habe "ein Umfeld, das in Ordnung ist" und sein Team habe "immer darauf geachtet, dass er sich entwickeln kann", meinte Fjortoft. "Deswegen ist er nach Dortmund gegangen und nicht zu United."

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Auch für Reif ist Haalands Transfer nach Dortmund "der absolut richtige Schritt". "Er ging auch deshalb nach Dortmund, weil er wusste, dass er da fünf, sechs Leute um sich herum hat, die ihn perfekt einsetzen können. Ob es Reus, Hazard oder Brandt ist – es ist perfekt für seine Spielweise", erklärte Effenberg. 


Allerdings wird Dortmund das Ausnahmetalent wohl nur dank einiger Klauseln im Vertrag bekommen haben. "Ich biete jede Wette an, dass Raiola (Haaland-Berater,  Anm. d. Red.) beim nächsten Wechsel ein Vielfaches von dem verdienen wird als das, was jetzt beim BVB-Transfer rauskam", sagte Reif. 

Doch bis es einmal soweit ist, wird Haaland wohl noch einige weitere Tore im schwarz-gelben Dress schießen und dadurch auch so manche Dortmunder Schwäche kaschieren. 

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