Schürrle: So sieht Götze sein WM-Tor heute

SPORT1
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Benedikt Höwedes und André Schürrle haben im Sommer ihre Fußball-Karrieren beendet.

Der eine, Höwedes, mit 32, der andere, Schürrle, sogar mit 29. "Mein Gefühl wusste zu 1000 Prozent, dass es jetzt an der Zeit ist, einen neuen Weg einzuschlagen", erklärte Schürrle im DFB-Journal.

Im Interview des offiziellen DFB-Magazins blickten beiden kritisch auf ihre Karrieren zurück.

Schürrle: Habe eine Rolle gespielt

So kaufte sich Höwedes in frühen Jahren seiner Laufbahn ein teures Auto, das er sogar aufmotzte – ehe er merkte: "Das bin ich nicht. Mir gibt das einfach nichts."

Schürrle wiederum fand sein schnelles Auto "oberflächlich betrachtet schon cool", betonte aber auch: "Ganz tief im Inneren habe ich gewusst, dass es mir nichts gibt, ein schnelles Auto zu fahren."

Er habe "lange eine Rolle gespielt, von der ich dachte, dass ich sie spielen müsse" und kaufte sich viele Dinge, die er heute als "unnütz" bezeichnet.

"Immer mussten es teure Sachen sein, hier eine Lederjacke, dort ein T-Shirt von ... egal, Hauptsache teuer - so ist man in die Kabine gegangen", erklärte Schürrle.

Höwedes betont: "Wenn man bei Themen wie Autos oder Uhren nicht mitreden kann, dann fällt das auf."

Götze bedankte sich mehrfach bei Schürrle

Beide Akteure spielten im WM-Finale 2014 eine entscheidende Rolle. Höwedes als Linksverteidiger, der eingewechselte Schürrle als Vorlagengeber für Mario Götze. Dessen Karriere geriet seitdem zwar ins Stocken, das Tor möchte der Offensivspieler, der seit Sommer in Eindhoven unter Vertrag steht, laut seinem Kumpels aber nicht missen.

"Er hat sich mehrfach bedankt (für die Flanke, Anm. d. Red.). Egal, was danach passiert ist und wie sich die Dinge entwickelt haben – für solche Momente, wie im Maracana, spielt man Fußball", meinte Schürrle.

Alle, "auch Mario, empfinden es als unfassbares Glück, als Geschenk, dass wir Weltmeister geworden sind. Daran gibt es nichts Negatives". Dieser Moment stehe auch isoliert, "was danach gekommen ist, steht auf einem anderen Blatt, wird die Wertigkeit des WM-Titels aber niemals reduzieren".