Schach-Großmeisterin Pähtz vermisst Respekt der männlichen Gegner

SID
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Schach-Großmeisterin Elisabeth Pähtz vermisst in ihrer Sportart den Respekt ihrer männlichen Gegner. "So respektvoll wird keine behandelt. Das ist auch ein Märchen, das nie wahr werden wird. Ich denke, dass sich viele Männer ärgern, wenn sie gegen eine Frau verlieren. Immer noch", sagte die 36-Jährige der Rheinischen Post auf die Frage, ob Schachspielerinnen ähnlich wie in der Netflix-Serie "Das Damengambit" von ihren Gegnern eher angehimmelt als bekämpft werden.

Dass sich die Situation der Schachspielerinnen bald verbessern könnte, bezweifelt die ehemalige Jugend- und Juniorenweltmeisterin aus Erfurt. Es gebe "eine ganz extreme soziale Ungleichbehandlung. Wenn du als Junge talentiert bist, ist es für dich viel einfacher, Sponsoren zu finden als als junges Mädchen." Pähtz wurde 2018 Europameisterin im Schnellschach und ist die einzige Frau unter den Top 100 in Deutschland.