Rad-Star: Doping-Verdacht „schade“

Rad-Star: Doping-Verdacht „schade“
Rad-Star: Doping-Verdacht „schade“

Der deutsche Straßenradmeister Maximilian Schachmann bedauert die für ihn zu negative Wahrnehmung des Profi-Radsports in der breiten Öffentlichkeit.

„Bei uns wird immer direkt von Doping ausgegangen, während das in anderen Sportarten gar keine Rolle spielt“, sagte Schachmann dem Nachrichtenportal t-online. Er finde es „schade“, wie wenig viele Menschen über den Sport informiert seien und forderte zugleich eine bessere mediale Aufklärung.

Die Doping-Skandale um die Jahrtausendwende wirken nach Meinung des Allrounders des deutschen Teams Bora-hansgrohe noch immer nach. „Wir tun alles für einen sauberen Sport, betreiben einen Riesenaufwand, um in der Weltspitze mitzufahren. Dann höre ich häufig, dass in den Köpfen der Menschen noch alte Klischees sitzen“, sagte Schachmann.

Ursächlich dafür seien Dopingenthüllungen rund um Jan Ullrich und dessen ehemaliges Team Telekom. Ullrichs Tour-Sieg 1997 jährt sich im Juli zum 25. Mal.

"Dass der Radsport darunter gelitten hat, steht außer Frage. Dass ich als Sportler, der damit nichts zu tun hat, immer noch darunter leide, ärgert mich. Viele Leute denken, im Radsport hat sich seitdem nichts verändert", sagte Schachmann.

Der 28-Jährige muss auf seine Titelverteidigung bei der Straßen-DM am Sonntag im Sauerland wegen eines positiven Coronatests verzichten. Die Auswirkungen auf den geplanten Start bei der Tour de France (ab 1. Juli) sind noch offen.

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