Schalke: Coke-Comeback macht Weinzierl happy

Beim Comeback traf Coke am Donnerstagabend zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Das war aber nur die Kirsche auf einem "speziellen Tag" für den Spanier.

Coke war erschöpft, die ersten 90 Minuten Fußball nach langer Leidenszeit hatten den Spanier sichtlich geschafft. "Ich bin sehr, sehr müde - aber auch sehr, sehr froh", sagte Coke nach seinem Comeback für Schalke 04: "Es war eine lange, schwierige Zeit. Ich kann heute glücklich ins Bett gehen."

Es war nur ein Benefiz-Testspiel gegen den Zweitligisten Hannover 96, ohne große Aufreger, zudem verlor Schalke mit einer besseren Nachwuchself auch noch 1 - aber für Coke war es ein großer Moment. Der 29-Jährige war im Sommer mit großen Erwartungen vom FC Sevilla nach Gelsenkirchen gewechselt, doch dann verletzte er sich in einem Testspiel im Trainingslager im August schwer am hinteren Kreuzband im rechten Knie. Acht Monate später nun die Rückkehr. 

"Das ist ein spezieller Tag für mich. Ich fühle mich wieder als Fußballspieler", sagte Coke. Und der dreimalige Europa-League-Sieger deutete an, warum die Knappen rund vier Millionen Euro für den Rechtsverteidiger überwiesen. In der 56. Minute köpfte er sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich. "Meine Freundin sagte mir: 'Du wirst ein Tor schießen'. Ich dachte, vielleicht ist sie ein bisschen verrückt", erzählte Coke, der in Hannover im Mittelfeld spielte.

Trainer Weinzierl happy

Nicht nur Coke war nach seinem Comeback sichtlich erleichtert, auch Trainer Markus Weinzierl freute sich über die personelle Verstärkung für den Bundesliga-Neunten in der heißen Phase der Saison. "Man hat gesehen, dass er lange raus war, aber auch, welche Qualitäten er hat", sagte Weinzierl, der Coke "nicht ohne Grund" als Kapitän auf das Feld schickte: "Er ist ein Spieler mit Persönlichkeit und Erfahrung."

Nach der Länderspielpause stehen für Schalke allein im April acht Partien auf dem Programm. "Wir werden definitiv jeden Spieler brauchen, alle drei Tage steht eine Riesenherausforderung an", sagte Weinzierl, der aber offen ließ, ob es für Coke schon für das Revierderby gegen Borussia Dortmund am 1. April reichen wird. Zudem standen in Hannover bei dem von Schalkes Hauptsponsor Gazprom initiierten Benefiz-Spiel auch Angreifer Franco Di Santo und Verteidiger Atsuto Uchida nach Verletzungsproblemen wieder auf dem Platz.

Doch hinterher drehte sich alles um Coke. "Ich fühle mich bereit", sagte er und hofft zumindest auf Einsätze in der Bundesliga - für die Europa League ist der Antreiber nicht gemeldet. Doch Ansprüche will Coke nach seiner langen Leidenszeit nicht stellen: "Ich will dem Team helfen."

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