Das war Schalkes Gnadenstoß!

Patrick Berger
·Lesedauer: 2 Min.
Das war Schalkes Gnadenstoß!

Das 98. Revierderby war vorerst das letzte - für mindestens anderthalb Jahre. Der FC Schalke 04, der einst so stolze Pott-Klub, wird am Ende dieser Saison in die 2. Liga gehen.

Die 0:4-Pleite im eigenen Stadion gegen den BVB war so etwas wie der Gnadenstoß. Die grottenschlechte Leistung hat einmal mehr gezeigt, dass diese blutleere Schalker Mannschaft den Abstieg verdient hat!

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Die Abschiedstournee hat ab sofort noch zwölf Spiele. Trainer Christian Gross, der am Spielfeldrand längst nicht mehr Zuversicht ausstrahlt, sagte nach dem Derby: "Wir glauben bis zum bitteren Ende daran, dass es noch möglich ist. Wir werden fighten!"

Schluss mit den Durchhalteparolen!

Auch wenn rechnerisch vielleicht noch etwas drin sein mag: Glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass diese Mannschaft, die erst einen Sieg in dieser Saison einfahren konnte, die Hälfte ihrer restlichen Spiele gewinnt? Wie soll das gehen? In den letzten vier Spielen haben die Schalke fünf Schüsse aufs Tor gebracht.

Spätestens jetzt ist klar: Der Fokus muss voll auf die Planungen für die 2. Liga gehen.

Schluss für Schneider - ein richtiger Schritt

Der Klub hat vorige Woche eine SPORT1-Meldung bestätigt, wonach für Sportvorstand Jochen Schneider zum Saisonende Schluss ist. Ein richtiger Schritt. Das kann allerdings nur der erste von vielen Schritten gewesen sein. Weitere müssen folgen – und zwar schnell! Vor allem der neue Sportchef, der einen Sportdirektor und einen Trainer suchen muss, muss jetzt endlich kommen!

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Nach SPORT1-Informationen will der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Dr. Jens Buchta bis Anfang März den neuen starken Mann vorstellen. Drei Kandidaten sollen es in die engere Auswahl geschafft haben.

Bis dahin übernimmt das Übergangsteam um Mike Büskens, Norbert Elgert und Peter Knäbel die Planungen, Schneider steht ihnen beratend zur Seite.

Die Zeit rennt. Jeder weitere Tag, der ohne den neuen Sportchef ins Land geht, ist für Schalke ein vergeudeter. In weniger als vier Monaten beginnt die neue Zweitliga-Saison. Und die muss für Schalke im direkten Wiederaufstieg enden.