Schröder ist wie für Schalke gemacht

Christopher Michel
·Lesedauer: 2 Min.
Schröder ist wie für Schalke gemacht
Schröder ist wie für Schalke gemacht

Der FC Schalke 04 hat für den Neuaufbau in Liga zwei ein wichtiges Puzzleteilchen hinzugefügt.

Rouven Schröder wird ein halbes Jahr nach seinem Ende in Mainz bei den Königsblauen beginnen und als Sportdirektor die Kaderplanung vorantreiben. Touché!

Schröder sollte nicht auf seine unglückliche Trainerwahl reduziert werden

Der 45 Jahre alte Arnsberger sollte nicht auf sein letztes halbes Jahr bei den Rheinhessen reduziert werden. Freilich war die Trainer-Entscheidung pro Achim Beierlorzer unglücklich, dass zu lange Festhalten an ihm gar ein Fehler. Auch die "letzte Patrone" Jan-Moritz Lichte saß nicht mehr, der Schaden war nach dem in der Vorbereitung losgetretenen Spielerstreik zu groß. Als Mainz den Umbruch auf der Führungsebene wagte, nahm er sich raus und machte Platz.

Es war insgesamt ein schweres Erbe. Der im Dezember zurückgekehrte Vorstandschef Christian Heidel war schon bis 2016 das Gesicht des Klubs. Schröder musste sich freischwimmen, intern war er anerkannt und beliebt. Dies gelang ihm zum großen Teil, doch Heidel vergessen machen? Nicht komplett möglich.

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Mainzer Toptransfers und Rekordabgänge unter Schröder

Doch Schröder bescherte den Mainzern in seinen viereinhalb Jahren Top-Transfers, die den Klub im harten Verdrängungswettbewerb Bundesliga weiterhalfen. Die Rekordabgänge Abdou Diallo, Jean-Philippe Gbamin, Jhon Cordoba und Yunus Malli brachten zusammen über 80 Millionen Euro ein.

Mit Jeremiah St. Juste, Moussa Niakhaté stehen die nächsten spannenden Profis im Blickfeld anderer Klubs. Schröder wies erfolgreich nach, dass er aus dem Scouting-Bereich kommt, vor allem seine Drähte nach Frankreich sind gut.

Schröder kann Gegenwind aushalten

Wer auf Schalke arbeitet, muss aber mehr als "nur" ein gutes Näschen für Transfers mitbringen. Identifikation ist ein wichtiges Stichwort, Nervenstärke wird beim Traditionsklub, der sich nach dem Abstieg neu erfinden muss, erwartet.

Schröder blieb in Mainz bei Gegenwind gelassen und wählte stets eine klare Kommunikation. Zudem steht sein Name für Kontinuität und Treue. Als die 05er besser positioniert waren, wechselte Schröder bei attraktiven Angeboten aus Gladbach und Hamburg nicht den Klub.

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Unter Schröder riecht es nach Maloche

Sein damaliges Bekenntnis? Es war typisch Schröder. Demütig, kurz und knapp in einem Nebensatz auf einer Spieltags-Pressekonferenz. Schalke hat sich auf dem Weg zur Normalität nicht umsonst auf diese Werte festgelegt. Ehrliche Arbeit, klare Kante, gutes Netzwerk – es riecht förmlich nach Maloche bei der Mission Wiederaufstieg.

Schröder, der bereits als Profi nicht für feine Klinge, sondern einen rustikalen Stil stand, und Schalke? Das passt.