Wie Grammozis der Befreiungsschlag gelang

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Wie Grammozis der Befreiungsschlag gelang
Wie Grammozis der Befreiungsschlag gelang

Im größtmöglichen Moment der Erlösung blieb Dimitrios Grammozis für einen kurzen Moment wie angewurzelt stehen. Einen Augenblick später ballte der Trainer von Schalke 04 dann beide Fäuste und schrie seine Freude in den Gelsenkirchener Nachthimmel hinaus. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Währenddessen hatte Sportchef Rouven Schröder längst zu einem Sprint angesetzt, um den befreienden 3:1-Treffer durch Simon Terodde in der linken Ecke vor der Nordkurve in der Jubeltraube zu feiern.

“Ich hätte mir nur einen Muskelfaserriss zugezogen, wenn ich losgesprintet wäre”, sagte der 43 Jahre alte Coach nach dem wichtigen Erfolg über Fortuna Düsseldorf mit einem breiten Grinsen im Gesicht. “Deshalb habe ich den anderen den Vortritt gelassen.” (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Grammozis: Glücklich und erleichtert

Die Steine, die Grammozis am Samstagabend vom Herzen fielen, waren förmlich bis unters Dach der Veltins Arena zu hören. Der umstrittene Coach, auf den in den letzten Wochen viel Kritik eingeprasselt war, landete einen auch für ihn erlösenden Befreiungsschlag. “Ich bin sehr glücklich und erleichtert”, sagte der Deutsch-Grieche nach dem ersten Heimsieg der Saison am SPORT1-Mikrofon.

Der Druck auf den Trainer war immens. Sportchef Schröder hatte unter der Woche auf SPORT1-Nachfrage noch eine klare Job-Garantie ausgelassen. Eine weitere Niederlage und es wäre ziemlich ungemütlich auf Schalke geworden. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Schalke lässt den Kopf nicht hängen

Anders als eine Woche zuvor beim 1:4-Debakel in Regensburg stimmte Grammozis seine Mannschaft diesmal allerdings besser ein. Einstellung, Kampf, Wille, Leidenschaft – die Mannschaft zeigte sofort die Grundtugenden.

Auch nach dem frühen 0:1-Rückstand durch Appelkamp steckten die Königsblauen nicht auf - im Gegenteil! Die für die 2. Liga hoch dekorierte Truppe nahm diesmal (phasenweise) das Spiel aktiv in die Hand und zeigte vor allem eine starke erste Halbzeit. Einzig: Die Chancen wurden nicht konsequent ausgenutzt.

Neuzugänge überzeugen

Die jüngsten Zugänge Ko Itakura und Darko Churlinov überzeugten bei ihren Startelf-Debüts. Vor allem Itakura, der in der Abwehr als Ruhepol fungierte, habe laut Grammozis “gar keine Anlaufzeit gebraucht” und eine “enorme Ruhe ausgestrahlt”.

Itakura, aber auch Victor Palsson überzeugten mit einer guten Spieleröffnung. Und auf der linken Seite ackerte der nimmermüde Thomas Ouwejan, der viele Flanken auf die Torschützen Terodde und Marius Bülter schlug.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Spiel noch hätte kippen können. Statt den Sack frühzeitig zuzumachen, überließ Schalke den Gästen im zweiten Durchgang das Spiel und gab das Zepter aus der Hand.

Statt weiter zu attackieren und zu pressen, ließ sich die S04-Abwehr hinten reindrängen. Glück für Schalke, dass Ralf Fährmann in der 77. Minute mit einer Mega-Parade gegen Kristoffer Peterson zur Stelle war.

Terodde: “Das gibt uns Kraft”

“Man kann viel analysieren, was wir nicht gut gemacht haben”, sagte Terodde. “Wir müssen aber eher aufsaugen, was gut war und hier im Stadion los war. Das gibt uns Kraft.”

Sein entscheidender 3:1-Treffer in der 90. Minute löste die eingangs beschriebene Jubel-Explosion aus. “Ich habe nur gesehen, wie die ganze Bank Richtung Eckfahne gelaufen ist”, sagte der Matchwinner. “Man hat gemerkt, dass einiges abgefallen ist.”

Schröder: Haben uns das alles verdient

Schalke und vor allem Grammozis können tief durchatmen und die Länderspielpause in Ruhe nutzen, um an den vielen Baustellen zu arbeiten. “Wichtig ist, dass die Jungs das genießen”, sagte der Trainer und mahnte im gleichen Atemzug: “Aber auch, dass sie jetzt nicht völlig durchdrehen.”

Nach der Länderspielpause gastiert Schalke am 12. September beim SC Paderborn.

Sportchef Schröder kündigt an: “Wir haben uns das alles verdient. Jetzt geht es aber erst los…”

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