Schempps WM-Chancen sinken rapide

Sportinformationsdienst
Sport1

Für den formschwachen Ex-Weltmeister Simon Schempp rückt eine WM-Teilnahme in Antholz in immer weitere Ferne.

Der 31-Jährige aus Uhingen hat vor dem Saisonhöhepunkt in Südtirol (13. bis 23. Februar) im Weltcup keine Chance mehr, die geforderte Norm zu erfüllen.

Schempp, der derzeit bei den Wettkämpfen in Ruhpolding fehlt, wird auch bei der WM-Generalprobe in Pokljuka (23. bis 26. Januar) nicht am Start sein.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

"Seine körperliche Verfassung lässt es nicht zu, dass er Wettkämpfe läuft. Das macht keinen Sinn. Er muss erst mal trainieren und zu Kräften kommen", sagte Assistenztrainer Isidor Scheurl am Mittwoch in Ruhpolding. Man müsse schauen, dass Schempp bald wieder einsteigen könne, "und wenn es nach der WM ist".


Eine WM-Teilnahme wolle er nicht grundsätzlich ausschließen, so Scheurl weiter, machte aber auch deutlich, dass es für Schempp sehr schwierig wird.

"Das hängt auch von den anderen Athleten ab. Man braucht einen Leistungsnachweis. Wo man den herholt, muss man schauen", sagte er. Bisher hat Schempp mit einem zehnten Platz erst die halbe WM-Norm erfüllt.

Schempp zuletzt aus Team gestrichen

Nach indiskutablen Leistungen in Oberhof wurde der Massenstart-Weltmeister von 2017 von Bundestrainer Mark Kirchner aus dem Weltcup-Team gestrichen. Warum Schempp, der bereits im vergangenen Jahr im Januar aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen war, erneut einen Einbruch erlitt, "wissen wir nicht genau. Das muss man jetzt analysieren", sagte Scheurl.

Ob eventuell Erik Lesser (Frankenhain) in Pokljuka ins Weltcupteam zurückkehrt, ist offen.


"Das haben wir noch nicht besprochen. Wenn die Leistungen im IBU-Cup kommen und man sieht, dass die Formkurve steigt, haben wir sicher die Möglichkeit", sagte Scheurl.

Der ebenfalls formschwache Lesser muss sich derzeit im zweitklassigen IBU-Cup empfehlen.

Der 31-Jährige, Verfolgungs-Weltmeister von 2015, hat in diesem Winter noch kein Top-Ergebnis erreicht. Auch für ihn wird es mit einem Start in Antholz schwierig.

Lesen Sie auch