Schimmelpfennig: Olympia-Qualifikationen werden "sehr spät" erfolgen

SID
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DOSB-Sportchef Dirk Schimmelpfennig erwartet bei den ausstehenden Qualifikations-Wettbewerben für die Olympischen Spiele in Tokio weitere Verschiebungen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht davon aus, "dass die Qualifikationen in vielen Sportarten bei diesen Spielen sehr spät erfolgen werden", sagte Schimmelpfennig im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Aufgrund der Corona-Pandemie könne er sich "gut vorstellen, dass Qualifikations-Veranstaltungen von den Weltverbänden noch weiter als bisher im zweiten Quartal nach hinten geschoben werden", sagte der 58-Jährige. Bei rund 400 Plätzen in der deutschen Olympia-Mannschaft haben sich laut DOSB bislang 223 Athleten qualifiziert.

Durch die unsichere Lage in der Coronakrise gebe es "eine Ungewissheit. Die kann man auch nicht ganz nehmen", sagte Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport beim DOSB: "Die haben wir aber alle über den Sport hinaus weltweit in der jetzigen Pandemie-Situation."

IOC-Präsident Thomas Bach hatte jüngst keine Zweifel an einer Austragung der Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) gelassen. Zur sicheren Durchführung sind laut Schimmelpfennig mehrere Faktoren entscheidend. "Wir müssen hoffen, dass sich die Rahmenbedingungen in Tokio durch eine kluge Planung mit wirksamen Maßnahmen, aber auch durch sinkende Inzidenzzahlen und Impfeffekte verbessern", sagte er.

Mit Blick auf die Qualifikationen ist Schimmelpfennig "optimistisch, dass es sich so entwickeln kann, dass alles durchführbar ist, weil wir auch Erfahrungen mit einigen in dieser Pandemiezeit ausgetragenen Wettbewerbsformaten gewinnen konnten", sagte er. Ansonsten gehe es für die Weltverbände darum, in den einzelnen Sportarten "nach alternativen Qualifikations-Szenarien" zu suchen.

Laut des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) müssen noch 25 Prozent der Olympia-Plätze vergeben werden. 61 Prozent seien bereits verteilt, die restlichen 14 Prozent werden über Rangliste zugeteilt, erklärte IOC-Sportdirektor Kid McConnell.