"Schlimmer als ein Testtag" - Hamilton beklagt Geisterrennen

Sportinformationsdienst, dpa
Sport1

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton sieht dem geplanten Saisonauftakt in Spielberg am 5. Juli vor leeren Rängen mit gemischten Gefühlen entgegen.

"Für uns wird es wie ein Testtag - wahrscheinlich schlimmer als ein Testtag", sagte der 35-Jährige am Samstag in einem Video-Interview mit Mercedes.


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An Testtagen seien wenigstens ein paar Zuschauer da, "jetzt hingegen wird niemand im Publikum sein und man wird nur leere Sitzplätze sehen, wenn man fährt", sagte Hamilton. Der Mercedes-Pilot freue sich dennoch wieder anzufangen: "Rennen sind Rennen. Ich glaube, keiner von uns hatte wirklich die Zeit, das Potenzial unserer Autos auszuschöpfen."

Hamilton kritisierte Geschehen in Australien

Zuletzt hatte sich Hamilton kritisch über den Großen Preis von Australien geäußert, der trotz Coronakrise im März hätte stattfinden sollen und kurz vorher doch noch abgesagt wurde.

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"Ich glaube, das war ein echter Schock für das System", sagte Hamilton. Es sei "sehr surreal" gewesen, an dem Tag des Rennens aufzuwachen und zu erfahren, dass es nicht stattfindet. 

"Es waren schwere Tage", sagte der Brite, "wenn etwas, das man so sehr liebt, einem zwar nicht weggenommen wird, aber es aktuell nicht stattfindet. Ich vermisse das Fahren."

Ricciardo glaubt an chaotische Zustände

Auch Renault-Pilot Daniel Ricciardo blickt dem Saisonstart mit gemischten Gefühlen entgegen. In einem Interview mit dem BBC Radio zeigte sich der 30-Jährige überzeugt davon, dass vor allem das erste Rennen chaotisch wird. Es werde "eine Form von Chaos geben, hoffentlich auf kontrollierte Weise. Ich beziehe mich nicht unbedingt auf die Autos. Aber es wird viel Rost geben, eine Kombination aus Emotionen, Aufregung und Eifer", so Ricciardo.


Einige Fahrer seien mit Sicherheit mehr aufgeregt als andere, sagte Ricciardo. "Also werden wir einige mutige Überholmanöver sehen, einige falsch berechnet. Wir werden ein bisschen von allem sehen, da bin ich sicher", sagte der Australier, der bisher sieben Grand Prix gewann.

Er glaubt, dass erfahrene Fahrer einen leichten Vorteil haben werden: "Die Rookies, die Jungs im ersten und zweiten Jahr, werden es ein bisschen mehr spüren."

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