Schon wieder! Leipzig stolpert auch in Wolfsburg

Sportinformationsdienst, SPORT1
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RB Leipzig stolpert erneut im Kampf um die Meisterschaft.

Nachdem das Team von Julian Nagelsmann bereits am vergangenen Sonntag nicht über ein 1:1-Remis gegen Bayer Leverkusen hinauskam, folgt nun ein 0:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg.

Wie erwartet nahm Nationalspieler Timo Werner in den ersten 60 Minuten nur auf der Reservebank Platz. Den Nationalspieler plagen muskuläre Probleme und Trainer Julian Nagelsmann scheute drei Tage vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Tottenham Hotspur zunächst das letzte Risiko.

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Ohne Werner fehlt RB die Durchschlagskraft

Und in der ersten halben Stunde merkte man den Aktionen der Gäste die Abwesenheit des Topstürmers mit 21 Saisontoren auf dem Konto an. Leipzig fehlte im Umschaltspiel das Tempo, es fiel den Niedersachsen nicht schwer, die Partie in dieser Phase offen zu gestalten.

Doch etwa zehn Minuten vor Pausenpfiff nahmen beide Teams etwas Fahrt auf. Erst scheiterte Angelino (37.) allein vor Koen Casteels und setzte den Ball über den Kasten. Dann parierte Péter Gulácsi (39.) stark gegen Admir Mehmedi und kratzte den Schuss des Schweizers noch aus dem Winkel.

Erst der Halbzeitpfiff unterbrach diese Sturm- und Drangphase, die sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber unvermindert fortsetzte. Die Gastgeber kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen, da half auch die Unterstützung der 27.195 Zuschauern wenig.

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Aber als auch nach einer Stunde immer noch nicht der überfällige Führungstreffer gelungen war, reagierte Nagelsmann und ersetzte den glücklosen Poulsen doch noch durch Werner. Zeitgleich musste der ebenfalls blasse Schwede Emil Forsberg den Platz verlassen. Für ihn kam Dani Olmo. Aber auch mit Werner auf dem Rasen ging das mühevolle Ringen um den entscheidenden Treffer für Leipzig erst einmal erfolglos weiter.

Bei Standards tauchte immer wieder Dayot Upamecano gefährlich im Strafraum der Gastgeber auf. Schon in der ersten Halbzeit hatte der Abwehrspieler die fünfte Gelbe Karte gesehen und muss am kommenden Wochenende im Spiel gegen den SC Freiburg pausieren. VfL-Torjäger Wout Weghorst machte erst in der 67. Minute erstmals auf sich aufmerksam.

RB Leipzigs Dayot Upamecano wurde immer wieder gefährlich. (Bild: Getty Images)
RB Leipzigs Dayot Upamecano wurde immer wieder gefährlich. (Bild: Getty Images)

Gulácsi: "Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir deutlich mehr zeigen"

Gegenüber Sky zeigte sich Konrad Laimer unzufrieden mit der Art und Weise des Remis. "Wir haben jetzt zweimal Unentschieden gespielt und im Großen und Ganzen wollten wir einfach mehr. Ein Unentschieden ist schlussendlich zu wenig. Wir haben es aber über die gesamte Partie verpasst, klare Torchancen rauszuspielen."

Auch Keeper Gulácsi haderte mit der Spielweise seiner Vorderleute: "Ein Punkt ist einfach zu wenig. In der 1. Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel und haben viele Bälle verloren. In der 2. Hälfte war Wolfsburg sehr passiv und wir sind nicht zu Torchancen gekommen." Dann wird er noch deutlicher: "Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir deutlich mehr zeigen."

Der Niederländer schoss den Ball von der Strafraumgrenze nur knapp über das Leipziger Gehäuse. Kurz vor dem Ende vergab Xaver Schlager (89.) eine weitere gute Möglichkeit für Wolfsburg.

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Leipzig verpasst durch das Unentschieden zumindest zeitweise mit dem FC Bayern an der Tabellenspitze gleichzuziehen. Die Sachsen haben aktuell zwei Punkte Rückstand auf den deutschen Rekordmeister, der am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg ran muss. Wolfsburg bleibt auf Rang sieben.

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