Schumacher: Warum Haas für Mick ein Glücksfall ist

Ralf Bach
·Lesedauer: 2 Min.

Was der Name Schumacher in Deutschland immer noch bedeutet, bewies SWR1. Der ARD-Sender mit extrem großer Reichweite vermeldete den Einsteig Mick Schumachers (21) in die Formel 1 in seinen Hauptnachrichten.

Zwischen Corona-News und US-Wahlchaos wurde die offizielle Bekanntgabe, dass der Sohn der deutschen Motorsportikone 2021 nun auch auf höchster Ebene in die Fußstapfen des Übervaters tritt, als eine der Hauptschlagzeilen präsentiert.

Dass Schumacher junior dabei bei Haas eher mit einem kleinen Team, bei dem die Siegchancen gegen Null gehen, den Angriff auf die automobile Königsklasse wagt, spielte dabei keine Rolle. (Formel 1: Der Große Preis von Sakhir, Sonntag, 18.10 Uhr im LIVETICKER)

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Im Gegenteil: Für Micks Onkel Ralf Schumacher ist besonders der Südtiroler Haas-Teamchef Günther Steiner ein Grund, optimistisch zu sein. Der Ex-Formel-1-Star sagte bei SPORT1: "Haas war zwar die einzige Wahl, die Mick hatte, aber für mich wegen Günther Steiner ein Glücksfall."

Schumacher: Mick bei Steiner und Tost in besten Händen

Der 45-Jährige fügte an: "Typen wie Steiner oder Franz Tost (Alpha Tauri-Teamchef, die Red.), die geradeaus sind und genau wissen, wie man mit jungen Fahrern umgeht, sind genau die, die man am Anfang als Chef haben will. Sie machen einen in jeder Beziehung besser und reifer. Sowohl menschlich als auch sportlich."

Bei Alfa-Romeo, dem zweiten Ferrari-Partnerteam, bei dem Schumacher zur Debatte stand, wäre das laut Ralf Schumacher nicht der Fall gewesen. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

"Dort ist der Franzose Frédéric Vasseur Teamchef. Ich glaube nicht, dass er die gleiche Sensibilität entwickelt hätte, die junge Fahrer brauchen", meinte der frühere Rennfahrer. (SERVICE: Das sagt Mick Schumacher über sein Haas-Engagement)

Ralf Schumacher: Ferrari sollte mehr auf Haas achten

Und ergänzte: "Zudem hoffe ich, dass Ferrari sich in Zukunft viel mehr auf Haas konzentriert, wenn es um Zusammenarbeit geht. Ich bin sicher, dass Mick gerade bei Haas und mit Günther Steiner seinen Weg gehen wird."

"Dass er es kann, hat er schon zur Genüge bewiesen", sagte Schumacher vielsagend.