Schumacher: Warum ein Russe für Mick fatal wäre

SPORT1
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Bis zur Vollzugsmeldung dürfte es jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein: In der kommenden Saison wird wieder ein Schumacher in der Formel 1 seine Kreise zu ziehen.

Mick Schumachers Engagement bei Haas F1 Team steht nach SPORT1-Informationen fest .

Lange Zeit galt der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher als Topkandidat bei Alfa Romeo - ehe ihm die dortige Vertragsverlängerung mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi doch noch einen Strich durch die Rechnung machte.

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Doch sei's drum: Ralf Schumacher sieht das nahende Engagement seines Neffen bei dem US-amerikanischen Motorsportteam als guten Schritt.

Mick Schumacher bringt Haas und Ferrari zusammen

"Alles was Formel 1 ist, ist richtig gut für Mick", erklärte der frühere F1-Pilot im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1. Im Vordergrund steht für Micks Onkel allein der Aufstieg des 21-Jährigen aus der F2 in die Königsklasse des Motorsports - wohin genau auch immer am Ende.

Dass das Ausnahmetalent von Alfa Romeo einen Korb bekam, spielt dabei eine untergeordnete Rolle: "Das war nicht überraschend. Aber das Paket (bei Haas, Anm.d.Red.) gibt alles her", so Ralf Schumacher.

Zumal: Durch einen wechselnden Mick Schumacher, der aus dem Ferrari-Nachwuchsprogramm kommt, würden auch Haas und die Scuderia deutlich näher zusammenrücken.

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Denn Ferrari habe nicht nur finanzielle viel in Schumachers Entwicklung investiert, sondern zum Junior der Familie auch durch dessen Vater Michael nach wie vor eine sehr enge emotionale Bindung.

Zur Erinnerung: Dank des Kerpeners war die Kultmarke fünfmal in Folge Weltmeister geworden (2000 bis 2004). Daher werde Ferrari laut Ralf Schumacher alles daran setzen, "das Team technisch so gut es geht zu unterstützen. Hoffentlich passt der Motor - dann kann das auch eine Überraschung werden."

Wer wird Teamkollege von Mick Schumacher?

Viele Vorschusslorbeeren und warme Worte also aus der eigenen Familie - kritischer sieht der sechsmalige Grand-Prix-Sieger jedoch die Wahl eines Teamkollegen für Mick Schumacher.

Aktuell werden vor allem Nikita Mazepin gute Chancen auf das Cockpit eingeräumt.

Zum Hintergrund: Der junge Russe hat mit den finanziellen Möglichkeiten seines Vaters gute Argumente auf seiner Seite. Das weiß auch Haas-Teamchef Günther Steiner, wie er vor einigen Wochen bereits im AvD Motorsport Magazin preisgab: "Mister Mazepin will seinen Sohn in der Formel 1 - und sein Sohn will das vermutlich noch mehr."

Vollends in die Karten schauen lassen will sich Steiner trotzdem (noch) nicht, indem er betonte, das Team müsse erst noch entscheiden, in welche strategische Richtung es gehen soll.

Raf Schumacher rät ab von Rookie Mazepin

Würde er bei Ralf Schumacher um einen Tipp fragen, dürfte der ihm gewisse Zweifel ans Herz legen, neben Mick Schumacher mit noch einem zweiten Rookie in die Saison zu gehen: "Das halte ich für eine Mammutaufgabe in der heutigen Formel 1, weil sie einfach enorm technisch geworden ist."

Auf seinem Merkzettel für das zweite Haas-Cockpit hat der Bruder von Michael Schumacher vielmehr einen ganz anderen Fahrer-Typen: "Ein Sergio Perez oder Niko Hülkenberg, das sind Fahrer, die viel mehr Erfahrung in der Formel 1 haben."

Neuling plus alter Hase, das verspricht für den 45-Jährigen zu funktionieren. Zwar könnten Rookies oft durch ihren Speed überzeugen - in der modernen Königsklasse des Motorsports reiche es indes nicht mehr, nur aufs Gaspedal zu drücken.