Rennen in Baku: Mick Schumachers Leben gefährdet? So sieht's Legende Berger

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Wie gefährlich war die Aktion von Mazepin gegen Schumacher in Baku?

Wie gefährlich war für Mick Schumacher die Aktion von Teamkollege Mazepin beim Rennen in Baku?. (Bild:Reuters)
Wie gefährlich war für Mick Schumacher die Aktion von Teamkollege Mazepin beim Rennen in Baku?. (Bild:Reuters)

Das Manöver von Nikita Mazepin gegen Mick Schumacher beim Rennen in Baku hat die Gemüter erregt.

Mazepin zog in Baku bei über 300 km/h gegen den überholenden Schumacher leicht nach rechts. Es folgte teils heftige Empörung über die Aktion. Mick Schumacher stellte die Frage, ob Mazepin ihn "umbringen" hätte wollen. Onkel Ralf Schumacher forderte bei SPORT1 sogar ein Rennen Sperre für den Russen.

Im AvD Motor und Sport Magazin auf SPORT1 bewerteten nun auch Formel-1-Legende Gerhard Berger und Experte Christian Danner die Aktion - und urteilten milder.

Auch Haas-Teamchef Günther Steiner hat inzwischen seine Sicht der Dinge erläutert.

Gerhard Berger: "Bei uns ganz normal"

"Ich denke, es war im Endeffekt nicht zu gefährlich, sondern einfach die Emotion, die dabei ist wegen der hohen Geschwindigkeit", erklärte Steiner im Gespräch mit RTL/ntv.

Auch DTM-Boss Berger ordnete die Empörung über Mazepin als übertrieben ein. "Bei uns war das ganz normal", meinte der Österreicher mit Blick auf seine aktiven Zeiten: "Der Vordermann hat sich immer breit gemacht. Damals war das aber auch erlaubt oder es gab keine Kameras. Nur: Wenn es die Regeln verletzt hätte, hätten die Rennkommissare reagiert und es es eine Strafe gegeben. Die gab's nicht, also wird alles im Rahmen geblieben sein."

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Ähnlich sah es Danner, der meinte, es wäre auch etwas naiv von Schumacher gewesen, wenn er gedacht hätte, "du kannst in der letzten Runde deinen Teamkollegen überholen und der blinkt und fährt zur Seite".

Berger betonte zugleich aber auch, dass Schumacher schon bewiesen hätte, dass er Mazepin überlegen sei: "Mick hat klar gezeigt, dass er Mazepin im Griff und sich in die Position der Nummer eins gearbeitet hat. Mick hat die Schumacher-Gene. Das sieht man. Mazepin wird Mick Schumacher nicht schlagen. Trotzdem macht Mazepin seinen Job. Er macht seine Fehler, wie jeder andere auch. Man muss ihm schon eine Chance geben."

Steiner: "Beide müssen davon lernen"

Der sowohl von Berger als auch Danner als kluger Boss gelobte Steiner hat als Konsequenz nach dem Rennen das Gespräch mit seinen Piloten gesucht. "Ich habe mit beiden gesprochen, denn solche Sachen muss man vermeiden. Wenn es schiefgeht, geht es ordentlich schief", stellte der 56-Jährige klar. "Wir haben alles geklärt. Sie müssen beide davon lernen, wie man darauf reagiert." 

Von einer "lebensgefährlichen" Situation wollte der Haas-Chef jedoch nicht sprechen. "Ich sage einfach: Das ist die falsche Einstellung", sagte Steiner. Er sieht es zudem positiv, dass sich Mazepin sofort entschuldigt hat.

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"Bevor er die Videoaufnahmen gesehen hat, hat er es anders wahrgenommen. Das war eine Fehleinschätzung. Und das war's dann. Wenn Verständnis da ist bei solchen Sachen, muss man sie gehen lassen, man kann nicht darauf rumhacken. Sonst wird es nicht verarbeitet. Man muss irgendwann sagen: 'Wir haben darüber gesprochen, die Luft ist geklärt, let's move on.'"

Mick Schumacher sauer am Boxenfunk

Mick Schumacher selbst war am Boxenfunk direkt nach dem Rennen mächtig sauer auf seinen Teamkollegen, wütete am Funk: "Was zur Hölle war das? Ehrlich? Im Ernst? Will er uns umbringen?"

Für diese emotionalen Worte zeigte Steiner durchaus Verständnis. "Ich kann auch einschätzen, wenn so etwas passiert auf der Geraden mit über 300 km/h, dass da die Emotionen mitgehen."

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Danach sei Schumacher jedoch wieder heruntergefahren und habe "sich angehört, was Nikita zu sagen hatte und hat das respektiert".

Steiner erwartet keine Strafe für Mazepin

Nach dem Rennen sei Schumacher "wie immer sehr professionell, sehr ordentlich, sehr erwachsen für einen 22-Jährigen" aufgetreten. Von einer Strafe für Mazepin geht Steiner nicht aus. Rennleiter Michael Masi werde sicher das gleiche sagen wie er.

"Mit beiden sprechen und sie werden klären, wie es dazu kommen kann. Ich glaube, das war es dann. Eine Strafe kann keine kommen im Nachhinein. Er wird beiden die Konsequenzen erklären und sich anhören, was die Jungs zu sagen haben", sagte Steiner.

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