Schweiz: Goldbarren im Zug vergessen

Moritz PiehlerFreier Autor
Yahoo Nachrichten Deutschland
Eigentlich nichts, was man so eben mal liegen lässt. Ein Kilogramm schwerer Goldbarren. (Symbolbild: Getty)
Eigentlich nichts, was man so eben mal liegen lässt. Ein Kilogramm schwerer Goldbarren. (Symbolbild: Getty)

Aus Sicherheitsgründen in Gold zu investieren wird gerade in Krisenzeiten immer wieder empfohlen. Nur sollte man seinen Goldbarren dann lieber nicht im Zug vergessen.

Es klingt wie der Beginn eines Agatha Christie Krimis. In einem Schweizer Eisenbahnabteil fiel ein merkwürdiges Paket auf, dass jemand offensichtlich dort vergessen hatte. Der Zug der Schweizer Eisenbahngesellschaft SBB war im vergangenen Oktober auf der Strecke von St. Gallen nach Luzern unterwegs, als das Besitzerlose Päckchen entdeckt wurde. Der Inhalt war überwältigend. Denn in dem Paket befanden sich Goldbarren im Wert von mehr als 165,000 Euro. Beim aktuellen Goldpreis entspräche das etwa einem Gewicht von 3,4 Kilogramm. Also nicht gerade so leicht, dass es einem mal eben aus der Tasche rutschen würde.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Fünf Jahre Anspruch

Obwohl sich die Schweizer Behörden nach allen Kräften bemühten, den Eigentümer der Goldbarren ausfindig zu machen, blieben die Ermittlungen ohne Ergebnis. Deshalb wird nun auf anderem Wege weitergesucht. Das Luzerner Kantonsblatt veröffentlichte schließlich im Juni einen Aufruf, um Hinweise auf den rechtmäßigen Besitzer zu bekommen. Bisher hätten sich einige Menschen gemeldet, um nach dem Gold zu fragen, sagten Schweizer Ermittler gegenüber dem US-amerikanischen TV-Sender CNN. Bisher sei aber noch kein glaubwürdiger Anspruch dabei gewesen. Wie genau der Besitzer seinen rechtmäßigen Anspruch auf die Goldbarren geltend machen kann, ließen die Behörden offen. Laut Angaben des Luzerner Kantonsblatt hat er aber fünf Jahre Zeit, um das Gold zurück zu fordern.


Lesen Sie auch