"Operation Aderlass" - Ex-Radstar muss hinter Gitter

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Wegen "schweren Sportbetruges" ist der frühere Radprofi Stefan Denifl aus Österreich am Dienstag vom Innsbrucker Landesgericht zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

16 Monate davon sind zur Bewährung ausgesetzt. Es gibt für Anklage und Verteidigung nun eine dreitägige Frist, um gegen das Urteil Einspruch einzulegen.

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Der 33 Jahre alte Tiroler Denifl war im Zuge der Operation Aderlass aufgeflogen und hatte später Blutdoping eingestanden.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zudem vorgeworfen, im Vorfeld der Verhandlung Geld beiseite geschafft zu haben, und hatte deshalb die Anklage auf Betrug ausgeweitet. Von diesem Anklagepunkt wurde Denifl aber freigesprochen.

Blutdoping: Denifl Kunde von Mark S.

Denifl ist einer von 23 Sportlern aus acht europäischen Ländern, die als Kunde des Erfurter Sportarztes Mark S. Blutdoping betrieben haben sollen.

Aufgefallen war der Mediziner aus Thüringen durch Ermittlungen der Operation Aderlass, die im Februar 2019 am Rande der Nordischen Ski-WM in Seefeld eingeleitet worden waren.

Am kommenden Freitag wird in München das Strafmaß für Mark S. verkündet. Die Staatsanwaltschaft hat fünf Jahre und sechs Monate Haft gefordert.

Denifl soll laut Anklage zwischen 2014 und 2018 Blutdoping betrieben haben. Er versicherte aber, dass er kein Verbrecher sei.

Im Profibereich würden Leistungen verlangt, die ohne Doping nicht mehr möglich seien. Die Teams wüssten darüber Bescheid, ohne Doping hätte er nach einer Knieverletzung nie einen Vertrag erhalten, sagte der Gewinner der Österreich-Rundfahrt von 2017.