So quält sich Reus für sein Comeback gegen die Bayern

Patrick Berger
Sport1

Seit über 100 Tagen ist Marco Reus jetzt schon außer Gefecht.

Am 4. Februar verletzte sich der BVB-Kapitän im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Werder Bremen (1:2). Der Bundesliga-Neustart mit dem Revierderby am Samstag gegen Schalke 04 (Bundesliga: Borussia Dortmund - Schalke 04 ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) kommt für den 30-Jährigen noch zu früh – und trotzdem macht der Kapitän bereits eine Titel-Ansage in Richtung Bayern!

"Wir haben mit Dortmund vier Punkte Rückstand auf Bayern", sagt der Mittelfeld-Star jetzt in der spanischen Zeitung El País. "Wir spielen noch gegen sie. Ich möchte mit Dortmund endlich die Meisterschaft holen. Und in diesem Jahr gibt es nach wie vor eine realistische Chance, trotz all der Widrigkeiten."

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Am 26. Mai (18.30 Uhr) kommt es zum direkten Showdown. Reus: "Wir können Bayern mit einem Sieg in zwei Wochen ziemlich auf die Pelle rücken. Dann wird es richtig spannend. Ich möchte endlich wieder spielen. Ich habe große Sehnsucht nach Fußball."


Reus hofft auf Comeback gegen Bayern 

Nach SPORT1-Informationen arbeitet Reus mit aller Kraft auf ein Comeback gegen die Bayern hin.

Er ist, so heißt es aus BVB-Kreisen, belastbar und kann die Teamübungen weitestgehend mitmachen. Einzig bei Schussübungen zwickt es noch. Bei Reus' ominöser Verletzung soll es sich um einen komplizierteren Sehnenanriss im rechten Oberschenkel handeln. 

"Ich bin gut im Soll, ich habe ja mal gesagt, dass ich im Mai wieder zurückkehren möchte - und jetzt hoffe ich, dass es so geschieht", erklärte der Nationalspieler. "Wann genau das ist, kann ich noch nicht sagen."

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Reus: "... dann wären wir bescheuert"

Das Revierderby, bei dem Reus selbst neun Mal auf dem Platz gestanden hat, wird er von Zuhause aus mit gemischten Gefühlen erleben.

"Natürlich ist es schade, dass wir auf die Unterstützung der Fans verzichten müssen. Natürlich fehlen uns unsere Fans. Wer einmal auf dem Rasen im Westfalenstadion gestanden hat, weiß, welche Kräfte unsere Fans freisetzen können. Die Südtribüne mit 25 000 Zuschauern ist wie ein Motor, der einen beschleunigt. Das ist schon ein herber Verlust", räumte der Nationalspieler ein.


"Aber noch einmal: es gab keine Alternative. Niemand sollte sich über die Gegebenheiten, unter denen wir nun spielen dürfen, beschweren dürfen. Wir Spieler sind Vorbilder für eine ganze Gesellschaft. Wenn wir mit der Chance, die wir in Deutschland nun bekommen, nicht verantwortungsvoll umgehen, wären wir bescheuert", fügte Reus hinzu.

"Daher hoffe ich wirklich, dass die Fans so vernünftig sind, wirklich nur zu Hause in den erlaubten Rahmen zu schauen. Und dass der Fußball keine großen Fanversammlungen auslöst. Das wäre unverantwortlich."

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