"Sehr guter Job": Warum Sebastian Vettel in Portimao näher dran ist

Norman Fischer
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Die Plätze fünf und sieben für Charles Leclerc und Sebastian Vettel im Training von Portimao konnten sich durchaus sehen lassen. Vor allem Vettel schien am Freitag wieder etwas näher an seinem Teamkollegen zu sein - trotzdem betrug sein Rückstand auf den Monegassen 0,337 Sekunden. "Ich glaube, er hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt", lobt Sportdirektor Laurent Mekies.

"Seb hatte von Beginn an ein gutes Gefühl mit dem Auto", sieht er den Grund dafür, einen speziellen Durchbruch erkennt er aber nicht. Mekies glaubt aber, dass für beide Fahrer noch einiges an Rundenzeit drin ist. "Das gilt aber vermutlich für viele Fahrer im Feld, weil alle weit weg von einer idealen Runde waren."

Trotzdem muss er betonen, dass der Freitag für beide Ferrari-Fahrer besser aussah. Das sei aber der normale Schritt nach der Reihe an Upgrades in den vergangenen Rennen. "Keines davon sollte unser Kräfteverhältnis dramatisch ändern, aber hoffentlich bauen wir unseren Neubeginn auf. Es sind nur kleine Schritte, die uns aber wieder näher an die Spitze bringen", so Mekies.

"Wir sind auf einem langen Weg, aber es ist positiv zu sehen, dass der Trend da zu sein scheint. Wir sind sehr vorsichtig in unserer Bewertung, aber der Tag scheint ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung zu sein."

Charles Leclerc hatte in den vergangenen Tagen erklärt, dass er seinen Ansatz im Training verändert habe. Während er es früher etwas ruhiger angegangen sei, gebe er jetzt schon vom ersten Tag an Vollgas. Das soll ihm im Qualifying helfen.

Mekies betont, dass er diese Veränderungen durchaus erkennen kann: "Jetzt ist er von Beginn des ersten Trainings an da, und man kann auch die Risiken dabei erkennen - es funktioniert also." Auch habe man ein anderes Reifenmanagement im Rennen beobachtet. "Er macht Sachen, die er vorher nicht gemacht hat, und darum sind diese Jungs so unglaublich."

Vor allem die Topfahrer seien in dieser Hinsicht erstaunlich. "Es geht nicht nur um reinen Speed. Diese Jungs haben den reinen Speed, den außergewöhnlichen reinen Speed, und dann entwickeln und entwickeln sie sich", so Mekies. "Und dann machen sie Dinge, die sie vorher nicht getan haben. Das bemerken wir."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.